Re: Herbsttrompete


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Gesendet von Thomas Pruß am 15. Oktober 1999 um 16:29 Uhr:

Dies ist eine Antwort auf: Re: Herbsttrompete gesendet von Holger am 14. Oktober 1999 um 12:02 Uhr:

: : : Hallo

: : : Wer kann mir sagen,wann und wo ich craterellus
: : : cornucopioides finden kann? Bin schon lange
: : : auf der Suche nach den ulkigen Biestern.

: : : Gruß Bodo

: :
: : Hallo Bodo,

: : Du findest diese Delikatesse vorzugsweise im Buchen - Eichenmischwald besonders auf besseren
: : Böden.Meine Aufsammlungen standen immer auf
: : Karbon oder Muschelkalk.Auf reinem Buntsandstein
: : konnte ich noch keine Herbsttrompeten finden.

: : Vor allen Dingen mußt du schon genau hinschauen um diesen dunklen Pilz auf dem Waldboden ausfindig zu machen.
: : Ich erinnere mich noch gut an meinen Erstfund.Obwohl ich inmitten eines großen Feldes
: : Herbsttrompeten stand , habe ich sie zunächst nicht entdeckt.Erst als mir mein Pilzmesser aus der Hand viel und ich mich danach bückte,entdeckte
: : ich diese Kostbarkeiten.

: : Tschüß und viel Erfolg

: : Harry

: Habe die Trompeten auch im (fast) reinem Buchenwald auf granitoiden Untergrund im Odenwald gefunden. Standorte irgendwo zwischen dickem Laub und mitten auf bewachsenen Wegen. Vorkommen meist in größeren Gruppen. Die größte, die ich sah hatte sicher einige hundert! Pilze.

: Harry hat im Übrigen Recht, da muß man wirklich eine Blick für haben! Am Besten bei schrägem Licht (früher morgen/ später Nachmittag) suchen. Dafür sind sie immer für ein gutes Sößchen gut (wer's nicht glaubt: bei Gelegenheit im Schwan zu Reichelsheim probieren. Achtung: Menu-Portionen!).
: Für Soßen am Besten trocknen! Frisch sind sie gut in Rührei.

: Beste Zeit ist bei mir so zur Maronenzeit, also jetzt.

: Ebenfalls viel Erfolg.

: Holger


Moin zusammen,

Ich habe die Herbsttrompete im Schwabstedter Wald (Nordfrieland) gefunden – und finde sie immer noch. Letztes Jahr wuchs sie dort so reichlich, dass meine Frau und ich insgesamt 25 bis 30 kg gesammelt haben. Die Ausdehnung der Bestände lag so bei 20 auf 30 m. Trotz der Riesenmenge, die wir dort geerentet hatten, sahr man kaum, dass was weggekommen war!!! Die Pilze standen stellenweise so dicht, dass man den Waldboden nicht mehr sah.
Der Boden des Schwabstedter Waldes besteht aus einer relativ dicken Humusschicht in einem Buchen-Eichen-Fichten-Mischwald (relativ lichtdurchflutet), über einem sogenannten Sander. Die NF-Landschaft ist ja sehr flach, und Sander und Endmoränen bilden die einzigen Höhenzüge (10 m ü. NN – Jong, mie ward ganz wurri in’ Kopp!).
Jetzt sind die Herbsttrompeten wieder da. Längst nicht so häufig wie im letzten Jahr, und auch die Fundplätze haben sich etwas verschoben. Jedenfalls: Dort wo letztes Jahr der Bär tobte, wächst in diesem Jahr kaum etwas. Offensichtlich sind dort die für dies Art wichtigen Nährstoffe restlos verbraucht.

Schönes Wochenende

Thomas



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