Probieren geht über studieren!


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Gesendet von Birgit am 02. November 1999 um 23:35 Uhr:

Dies ist eine Antwort auf: Re: Nachtrag gesendet von Tina am 02. November 1999 um 22:32 Uhr:


: Solche Fragen stelle ich mir auch manchmal. Und ich frage mich auch: woher wußten unsere Steinzeitvorfahren, was sie essen konnten und was nicht? Haben die das einfach ausprobiert? Das war doch dann bestimmt ein verlustreiches Geschäft.

Tja, so wirds aber wohl gewesen sein. Außer bei Giftpilzen/-pflanzen, die auch noch unangenehm riechen oder schmecken. Ich möcht nicht wissen, wie viele Kinder z.B. jährlich die roten Beerchen von der Eibe essen.

Auch Tiere haben keinen eingebauten Instinkt, der sie vor allen Giftpflanzen warnt. Jedes Jahr sterben Pferde, weil ihnen wohlmeinende Leute Eibenzweige von der Weihnachtsdekoration vorsetzen. Auch starke Vergiftungen durch das Fressen von Herbstzeitlosen sind bei Pferden schon vorgekommen. Den schwach giftigen Hahnenfuß meiden dagegen die meisten Pferde.

Neulich habe ich was Lustiges über die Entstehung des bayrischen Reinheitsgebots für Bier gelesen: Bevor das erlassen wurde, wurde nämlich das Bier angeblich häufig mit rauscherzeugenden (und giftigen) Substanzen wie z.B. Bilsenkraut versetzt, um die Rauschwirkung zu steigern. Die darauffolgenden Exzesse waren Kirche und Obrigkeit ein Dorn im Auge, worauf das Reinheitsgebot geschaffen wurde.

Prost

Birgit



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