Gesendet von Boris am 16. November 1999 um 11:00 Uhr:
Dies ist eine Antwort auf: Re: Pilz der Woche! gesendet von Markus S. am 15. November 1999 um 20:11 Uhr:
: Hallo Boris
: Nur mit dem Bild ist es nicht ganz einfach. Wenn dieser Stäubling nach abfallen der Stacheln eine netzartige Zeichnung aufweist, so würde ich auf Lycoperdon foetidum tippen. Ich selber habe den stinkenden Stäubling eigentlich immer mit dunklerer (bräunlicher) Exoperidie gefunden.
: Aber ich bleibe bei meine Tip: Lycoperdon foetidum (in einigen Büchern auch als L. perlatum var. nigrescens Pers. ex. Pers. benannt).
Hallo, alle zusammen!
Lycoperdon foetidum ist auch ohne Abreiben gut am unterschiedlichen Aufbau der Stacheln zu unterscheiden, sogar auf diesem Foto. Ein gutes Bild ist im braunen Zwillingsbuch von Gerhardt zu finden. Nach der Farbe darf man bei Lycoperdon offenbar nicht gehen, selbst der Igelstäubling tritt offenbar ab und zu mit heller Peridie auf. Die abgebildeten Exemplare des stinkenden Stäublings habe ich bei mir auf der Uni gefunden.
Für mehr zu den Unterscheidungsmerkmalen siehe auch meine Lycoperdon Seite unter http://www.grin.net/~cturley/Boris/Mushrooms/Lycoperdon/LycoperdonD.html
: P.S.: Boris hast Du schon mal Lycoperdon mammaeforme (Flockenstäubling) gefunden? Ich selber hatte leider erst einmal das Vergnügen (natürlich hatte ich keine Kamera dabei) :-((
: Markus S.
Ich habe den Flocken- oder Zitzenstäubling einmal in einem feuchten Waldmeister-Buchenwald auf kalkhaltigem Löß gefunden, in dem ich auch den Fransenwulstling wiederholt fand. Der hübsche, seltene Pilz ist nur auf Kalk zu finden, tritt scheinbar aber auch in trockenerem Millieu auf. Harry berichtet von einem Fund in seinem Boletus satanas/Entoloma lividum Stammwald.
Ich mag den Flockenstäubling sehr, ein ausgesprochen niedlicher kleiner Pilz!
Schöne Grüße, Boris