Gesendet von Markus H. am 01. September 1999 um 19:45 Uhr:
Dies ist eine Antwort auf: Re: Muskarin im Netzstieligen Hexenröhrling? gesendet von Boris am 31. August 1999 um 22:28 Uhr:
: : Leider gibts den Flockenstieigen bei uns (Nö-Alpenvorland) eher selten
: : - den Netzstieligen aber in feuchten Sommern in Massen.
: Reichlich Kalk bei euch im Boden, wat?
: Schon mal einen Satans- oder Purpurpilz gefunden? In unseren sauren Breiten in Suedwestdeutschland bin ich schon seit 5 Jahren in allen moeglichen Waeldern rumgesprungen ohne je was gefunden zu haben. Abgesehen vom netzstieligen Hexenpilz habe ich auf Kalk nur zweimal den wurzelnden Bitterroehrling und zweimal den glattstieligen Hexenpilz gefunden. Drei Anhaengselroehrlinge die ich in KL fand, standen nicht auf reinem Kalkboden.
: Have fun, Boris
Naja!! Ich bin da irgendwo dazwischen - 20 km Richtung Süden ist reichlich Kalk (Dolomit u. Muschelkalk), 30 km nördlich beginnt das böhmische Massiv (Granit).
Satanspilze gibts auch - die kommen meist Ende Juli/Anfang August, wenn die Netzstieligen in Massen auftreten.
Sie sind aber auch bei uns selten geworden (heuer noch keinen!). 1998 fand ich etwa 15 schöne Exemplare (10-25cm) am gleichen Hang, wo ich heuer diesen dunklen
Raustielröhrling fand. Für einen Purpurröhrling muß man schon weiter fahren, ca. 80 km im Naturschutzgebiet Rothwald fand ich ihn
1994 und 1997. Einen Glattstieligen Hexenröhrling, oder einen Anhängselröhrling habe ich noch nie gefunden, dafür finde ich alljährlich
schöne "Gelbe Steinpilze" (B.subappendiculatus). Den Wurzelnden Bitterröhrling finde ich alljährlich neben einem mit Kalk geschottertem Forstweg auf saurem Granit.
Grüße Ciao Markus H.