Gesendet von Boris am 24. September 1999 um 20:27 Uhr:
Dies ist eine Antwort auf: Re: Schwefelporling gesendet von Markus H. am 24. September 1999 um 17:31 Uhr:
: Hi Boris!
: Die Schwefelporlinge esse ich immer gebraten, nur mit Salz und Pfeffer - das schmeckt wiklich nach Hähnchen.
: Nur muß man aufpassen auf welchem Baum er wächst:
: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Schwefelporlinge auf Weiden und v.a. auf Eichen einen unangenehm bitteren Beigeschmack haben.
: Die besten Schwefelporlinge wachsen auf Zwetschgen (Prunus domestica); die sind fast süßlich.
: Ciao Markus H.
Yup. Dem Schwefelporling bekommt fast jedes Holz, aber dem Schwefelporlingssammler bekommt nich jeder Schwefelporling. In meinem Kalifornienurlaub letzes Fruehjahr konnte ich die ausgedehnten Eukalyptuswaelder in der Kuestenregion bewundern. Wurden dort im grossen Stil als schwacher Ersatz fuer die einheimischen Baeume angepflanzt, und werden im Moment wieder abgeholzt "da sie ja nicht einheimisch sind". Das nur am Rande. Bemerkenswert ist dass der Schwefelporling auch dort waechst, er wird dort "Chicken of the woods" genannt. Vor den Exemplaren auf Eukalyptus wurde allerdings gewarnt, da sie giftig sind und Verdauungsbeschwerden ausloesen... Noch eine Kuriositaet zum Schluss: In Japan waechst der Schwefelporling uebrigens in einer huebsch rosafarbenen Variante!
Per Anhalter zu den Pilzen, Euer Boris