Gesendet von Georg Müller am 16. Mai 1999 um 20:51 Uhr:
Dies ist eine Antwort auf: Der Pilz als Störenfried? gesendet von Jochen Marx am 16. Mai 1999 um 01:02 Uhr:
: Hallo lieber Pilzfreund,
: ich weiß es ist nicht fein einen Pilzliebhaber zu fragen wie man die kleinen Freunde wegbekommt, aber wenn ich kurz den Hintergrund erläutern darf, wird es vielleicht verständlicher.
: Auf unserem kleinen 200 m² Grundstück muß einmal eine Trauerweide gestanden haben, der Vorbesitzer hat sie gefällt (da diese zu nah am Haus stand), inzwischen ist die Stelle reichlich mit Pilzen bestückt, da ich zwei kleine Kinder (4 und 0,5 J) habe ist es zum einen sehr mühsam immer wieder zu warnen und zum anderen bald keine Stelle mehr frei, auf der keine Pilze wachsen.
: Ich hoffe Sie haben Verständnis, daß ich die 25qm Rasen lieber zum Spielen für die Kinder habe als für das Pilzrudel.
: Also meine Frage an den Pilzfachmann, was kann man gegen die kleinen Kerle machen.
: Vielen Dank für eine Rückantwort, Gruß J. Marx
Hallo Jochen,
da der Pilz (beschreiben Sie doch mal die Fruchtkörper näher) offensichtlich auf den Überresten der Weide
wächst, lässt er sich nur durch komplettes Entfernen ihrer Wurzelreste beseitigen. Der Pilz
zersetzt diese und wächst solange noch Vorrat da ist. Chemische Mittel sind aufgrund der wahrscheinlich tief im Boden liegenden Teile nur
sehr schwer anzuwenden und zudem ökologisch bedenklich.
Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um gefährliche
Giftpilze handelt ist sowieso gering, zumal um diese Jahreszeit. Versuchen Sie doch die Pilzart zu bestimmen. Die Giftigkeit
von Pilzen wird von vielen Leuten überschätzt. Anfassen
schadet z. B. selbst bei den tödlichsten Arten nicht.
MfG
Georg