Gesendet von Bruno am 04. November 1999 um 14:29 Uhr:
Dies ist eine Antwort auf: Trocknen gesendet von Birgit am 04. November 1999 um 13:25 Uhr:
: Hallo Bruno,
: Werner schwört auf das Trocknen der graublätrigen Schwefelköpfe. Sie seien dann dem Stockschwämmchen mindestens ebenbürtig. Es kommt beim Trocknen anscheinend bei einigen Pilzsorten zu einer Aromaverstärkung, zumindestens bei Maronen bilde ich mirs ein.
: Also trockne ich die Schwefelköpfe immer. Frisch haben sie mich auch nicht gerade vom Hocker gerissen.
: Zur Gefährlichkeit: Ich habe sie dieses Jahr zum ersten Mal gesammelt und gegessen und mir ist nix passiert, obwohl ich nicht gerade der Wahnsinnsprofi beim Pilzbestimmen bin. Allerdings habe ich die Dinger auch immer probiert. Zur Unterscheidung zum Ziegelroten fällt mir noch was ein, kann mich aber auch irren, da ich kein Pilzbuch hier habe. Der Ziegelrote wächst doch auf Laubbaumstümpfen? Wenn man sich also gerade in der tiefsten Fichtenmonokultur befindet, dürfte der Fund des Ziegelroten ziemlich unwahrscheinlich sein.
: Gruß
: Birgit
Liebe Birgit,
in letzter Zeit bin ich wg Arbeit immer sehr spät zum Sammeln gekommen und seit der Zeitumstellung ist die Situation besonders fatal. So im dämmrigen Wald sehen die Schufte immer gleich aus, die ziegelroten scheinen noch die eindeutigsten zu sein und von denen ist ja abzuraten. Ich bin bei neuen Arten immer besonders froh, wenn ich am nächsten Morgen wieder aufwache. Vielleicht sind sie hier auch spät dran, aber zwischen den grauen stehen auch ab und zu die olivigen, na und dann Gute Nacht! In der Septembertrockenheit habe ich mich nicht mal an die Stockschwämmchen getraut, da sie diesmal den Nadelholz Häublingen sehr ähnlich sahen.
Ich denke, ich muss die nächsten Tage noch verzichten, bin mal aufs Wochenende gespannt. Es ist noch nicht zu kalt, und es regnete auch genug. Vielleicht lockt der Sonnenschein noch einige hervor.
Viel Glück beim Sammeln!
Bruno