Re: Fragen an Georg, Boris u.a.Experten


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Gesendet von Boris am 18. November 1999 um 14:31 Uhr:

Dies ist eine Antwort auf: Fragen an Georg, Boris u.a.Experten gesendet von Souler am 18. November 1999 um 13:53 Uhr:

: Hallo Zusammen,

: ich habe hier im Forum sehr viel über Pilze gelernt.
: Immer wieder habe ich auch über Böden (kalk/sauer etc) gehört. Dieses Thema interessiert mich, zumal ich mich damit noch nie besonders beschäftigt habe.

: Über Antworten zu Fragen wie:
: -Was sind die "besseren" Böden? (Gibts die überhaupt?)
: -Wie erkennt man kalkhaltige oder saure oder was weiß ich für Spuren enthaltende?
: -Gibt es Pilzarten die ausschließlich auf bestimmten Böden vorkommen?
: -etc.
: würde ich mich freuen.
: Mit Interesse und Dank vorab
: Souler

Hi! Zunächst mal Danke für den Experten, aber ich weiß nicht ob ich diese Lorbeeren verdient habe. Dazu ist meine Felderfahrung doch noch zu gering, ich würde mich eher als Fortgeschrittenen bezeichnen. Experten zu dem Thema Pilze und Biotoparten sind für mich Leute wie Krieglsteiner oder Zehfuß, es mag sich lohnen hier mal nach Literatur zu recherchieren.

Ganz grob kann man Böden einstufen nach:

Dem Nährstoffgehalt. Manche Pilze (Riesenbovist, einige Lepiota-Arten, Champignons..) liebens "deftig". Entsprechende Zeigerpflanzen sind dann auch Brennesseln etc...

Der Feuchtigkeit. Viele Pilze z.B. einige Bauchpilze lieben eher trockene Standorte, der Wasserkreisling als anderes Extrem wächst halb untergetaucht.

Dem Kalkgehalt. Siehe dazu mein Posting in Archiv 8, "Einführung in die Pflanzensoziologie". Es scheint zwar viele Pilze zu geben die kalkfeindlich, kalktolerant oder säureliebend sind, aber eine nähere Differenzierung ist wohl nur in Einzelfällen sinnvoll. So wachsen die meisten säureliebenden Arten sowohl auf Granit wie auch auf Sandsteinuntergrund.

Zeigerpflanzen sind ein faszinierendes Thema, das viel Erfahrung braucht. Ein gutes Einsteigerbuch habe ich in Archiv 12 unter "Literaturhinweis für Sandro" genannt, da sind aber noch keine Pilze dabei. Zumindest kann man mit Hilfe der Pflanzengesellschaften schon mal auf das Vorhandensein potentieller Pilzfunde schliessen.

Viel Spaß! Boris


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