Re: Gelbstieliger Muschelseitling als Speisepilz???


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Gesendet von Andreas am 12. Dezember 1999 um 18:18 Uhr:

Dies ist eine Antwort auf: Gelbstieliger Muschelseitling als Speisepilz??? gesendet von Boris am 12. Dezember 1999 um 15:52 Uhr:

: Hi, Leute. Nachdem Austernpilze dieses Jahr bis jetzt nicht gross erschienen sind, das Wetter fuer gut erhaltene Judasohren zu trocken ist und Samtfussrueblinge durch Abwesenheit glaenzen, wollte ich doch mal die Runde zu einem Pilz befragen, den ich als "geringwertiger Speisepilz" bezeichnen wuerde, naemlich dem gelbstieligen Muschelseitling (Panellus serotinus).

[...]

: Hat irgendjemand schon mal kulinarische Experimente mit dieser Art gemacht und ein Rezept entworfen, mit dem man den kleinen Knilchen in einer ansonsten recht pilzarmen Jahreszeit noch etwas Geschmack abnoetigen kann??


Tja, zu meiner Schande muß ich gestehen, dass ich vor langer, langer Zeit, also in meiner Jugend, bei uns in Stuttgart "Austernseitlinge" fand und auch gegessen habe. So besonders toll fand ich die nicht gerade und ich habe mich gewundert, warum dieser Zuchtpilz allgemein so gepriesen ist. Vor 10 Jahren kam ich dann in den Stuttgarter Pilzverein und sah zu meinem erheblichen Erstaunen meine "Austernseitlinge" mit einem Zettel beschriftet der da lautete: Panellus serotinus - Gelbstieliger Muschelseitling.
Jedenfalls weiß ich seither, dass er nicht giftig ist. Bitter waren sie übrigens auch nicht und ich kenne auch niemanden, der gekochte bittere Muschelseitlinge gegessen hätte. Allerdings kenne ich zugegebenermaßen auch nur sehr wenig Leute die ihn überhaupt je gegessen haben ....

Also einfach probieren. Vielleicht muß man ihn ziemlich würzen, damit der Eigengeschmack nicht so zur Geltung kommt.

Grüße,
Andreas




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