Holzeinschlag


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Gesendet von Boris am 04. September 1999 um 20:54 Uhr:

Dies ist eine Antwort auf: Re: Röhrlingskreis Purpureii gesendet von Markus S. am 04. September 1999 um 16:00 Uhr:

: Leider wurde der Wald während der letzten zwei Wintern sehr stark durch den Förster genutzt. Sprich es wurden viele Stellen gerodet, daher hat es jetzt viele offenne Stellen im Wald die sehr schnell von Brombeergestrüpp überwuchert wird. Mir kamen fast die Tränen :-((((. Aber die Forstindustrie kümmert/interessiert sich leider nicht um die Pilzflora. Schade.

Die Alternative besteht darin den Wald als Naturschutzgebiet ausweisen zu lassen, worauf die zustaendigen Aemter keinen Handschlag mehr tun und DANN wird alles von Brombeeren ueberwuchert. Der wichtigste Unterschied zu Alternative 1 besteht darin dass man dann noch nicht mal mehr Pilze sammeln darf.

Aus diesem Grund bin ich gewoehnlich zwar auch enttaeuscht wenn gerade mal wieder eine Horde sabbernder Halb-Orks durch meine Lieblingspilzwaelder gezogen ist, nehme das aber als notwendiges Uebel zur Waldverjuengung hin. Oft findet man schon im Jahr drauf auf den Hollagerplaetzen die tollsten Arten, auch bringt das ganze mehr Waerme auf den Waldboden.

Richtig wild werde ich nur dann wenn ich einen Kahlschlag sehe, was leider immer wieder vorkommt. Beliebte Ausrede ist in so Faellen "Die Baeume waren krank". Komischerweise alle auf einmal?? Ein Teil eines meiner ergiebigsten Pappelwaelder fuer Mai- und Winterpilze aber auch fuer einige seltene Arten (Lepiota griseovirens, Macrolepiota venenata, Agaricus radicatus..) ist letztes Jahr der Axt zum Opfer gefallen mit dieser Begruendung.

Wer von den Pilzfreunden kennt eigentlich Leute die sich auch mit Baumkrankheiten auskennen? Wuerde mich reizen diese Waldschaender an den Nuessen zu packen!
Aloha, Boris


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