SUBJECT>Wir toeten was wir lieben??? POSTER>Boris EMAIL>bguenter@rumms.uni-mannheim.de DATE>939672120 EMAILNOTICES>no PREVIOUS>2009 NEXT>2021 LINKNAME> LINKURL>
: Was ich nicht anschauen kann, mach ich kaputt?
Noch eine wahre Geschichte von mir:
Als ich vor einigen Jahren mit einer Gruppe Ornithologen eine Exkursion unternahm und wir alle abmarschbereit mit Feldkleidung und Fernglas am Strassenrand standen, hielt unvermittelt ein Auto neben uns an. Der Fahrer kurbelte das Fenster herunter, steckte den Kopf heraus und schrie "SEID IHR AM SCHAUEN WAS IHR ALS NAECHSTES SPERREN KOENNT???", kurbelte die Scheibe wieder hoch und fuhr weiter.
Freunde, mir ist es an diesem Tag eiskalt den Ruecken heruntergelaufen...
Eiskalt, denn an diesem Tag habe ich gesehen, dass der momentane Naturschutz den Menschen ausschliesst anstatt ihm die Moeglichkeit zu geben wieder Teil der Natur zu werden. Und Leute wie meine spezielle Freundin Dr. S. aus KA die unter Naturschutz Umzauenen mit Stacheldraht verstehen, loyale Gaertner in die Illegalitaet treiben und sogar Arten bewusst sterben lassen wuerden fuer irgendwelche obskuren Prinzipien vervielfachen diesen Trend noch. Aber Naturschutz ohne Mithilfe und Integration des Volkes ist NICHT moeglich! Bevor ich den Preis fuer diese kollektive Naturendfremdung akzeptiere, akzeptiere ich lieber das Erloeschen einzelner besonders empfindlicher Arten, die in zoologischen und botanischen Gaerten weitergepflegt werden koennen, bis der Mensch selbst die innere Ruhe und Reife hat mit diesen Geschoepfen zusammenzuleben. Denn OHNE Mithilfe des Menschen ist jeder Naturschutzversuch zum Scheitern verurteilt.
Diesmal ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge, Euer Boris