SUBJECT>Re: zur Boden-Ansprache POSTER>birgit EMAIL>b.weisel@t-online.de DATE>953813330 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>pC19EA42B.dip.t-dialin.net PREVIOUS>4959 NEXT> 5048 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
: 3. Zeigerpflanzen
: Find ich gut und schön, aber es dauert mindestens eine Vegetationspriode,
: einige oder alle kennenzulernen und damit umzugehen. Ich bin aber der
: Meinung, dass das schon sehr weit führt und befürchte, dass nicht alle die
: Zeit auch dazu haben werden, eine Pflanze mit dem Bestimmungsschlüssel
: runter zu bestimmen.
: besonders, wenn die Pilze rufen:-)
Hallo Bruno,
deine Haltung bzgl. Zeigerpflanzen kann ich nicht so ganz teilen. Es gibt zumindestens einige, die sehr leicht und schnell und manchmal auch in mehreren Jahreszeiten zu erkennen sind. Seien es z.B. Tollkirschen, Heidelbeeren, Seidelbast, Heidekraut,... (mehr fallen mir im Augenblick gerade nicht ein ;-) ).
Nächste Frage an den Experten bzgl. massivem Auftreten von Moos. Spricht das immer für (oberflächlich) versauerten Boden? Auch, wenn daneben Pflanzenarten stehen, die kalkliebend sind? Oder gibt es ebenfalls Moose, die Kalk brauchen?
Empfehlenswert in Bezug auf Pflanzengesellschaften im Wald, ebenfalls mit einem kleinen Kapitel über Böden versehen, ist das von Boris schon mal empfohlene Buch: Lebensraum Wald von Heinrich Hofmeister (ISBN 3-8263-8446-6, 48 DM, 285 S., Taschenbuch). Dort werden in Zeichnungen Sträucher, Pflanzen, Bäume beschrieben, die verschiedenen Waldgesellschaften, Gruppen der Waldbodenpflanzen etc. und der zum Vorkommen gehörende Bodentyp. Wenn man zusätzlich noch einen Pflanzenführer verwendet, kann man m.E. ziemlich einfach bestimmen welche ungefähren Bodenverhältnisse (sauer, basisch, feucht, trocken etc.) am jeweiligen Standort vorliegen. Die Verknüpfung zu den zugehörigen Pilzen gibt es allerdings in dem Buch nicht. Also muß man wohl mindestens 3 Bücher mit in den Wald schleppen: Pilzführer, Pflanzenführer und das Hofmeister-Buch ;-), ächz. Sport ist Mord.... ;-)
Liebe Grüße
Birgit