SUBJECT>Re: Unterschied zwischen grauem und weißem Kalk POSTER>Wolfgang F. EMAIL>wolfgangf@fis-mainz.de DATE>959617697 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>160.58.8.75 PREVIOUS>5807 NEXT> IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

: Hallo Holger,
: ich kram jetzt mal in meinem Bodenkunderestwissen herum: Je dunkler der Kalk,
: desto höher ist der Anteil an organischen Resten (Kohlenstoff). Wenn man
: diesen Kalk heftig aufeinander schlägt oder reibt, stinkt er ein wenig
: nach Schwefel. aus diesen Gründen stelle ich mir vor, dass der Gehalt an
: Spurenelementen automatisch steigt mit dem Gehalt an org. Reststoffen.
: Bruno, hab ich recht?

Bin zwar kein Bodenkundler, sondern Chemiker, aber die viele Kohle in den alten Kalken kommt mir spanisch vor. Ich weiß, daß die grauen Kalke in der Fränkischen Schweiz (da hab' ich mal gewohnt) älter sind (Lias) als die braunen (Dogger) und die weißen Kalke (Malm). Das wär vielleicht ein Tip bei den Trüffeln...

Zum graufärben bieten sich Verschiedene Eisenverbindungen an, die unter Sauerstoff-ärmeren Bedingungen sedimentiert wueden und es deswegen nicht bis zum rotbraunen Fe2O3 geschafft haben. Bei Lehmen weiß ich, daß es so ist, bei Kalken ist das geraten. Phosphat ist immer farblos, kann also direkt mit der Farbe nix zu tun haben, aber natürlich kann es trotzdem einen Zusammenhang geben (wenn auch keinen kausalen) , z.B. wenn es sich um Eisenphosphat handeln sollte.

Wolfgang