SUBJECT>Re: Pilzrätsel (leider ohne Bild ;-)) POSTER>Wolfgang F EMAIL>wolfgangf@fis-mainz.de DATE>960556748 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>intra-soft.fis-mainz.de PREVIOUS>5956 NEXT> 5984 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
: Fundort: auf Wiese unter Eiche (im Kronenbereich von großen alten Eichen) auf
: kalkreichem, sandigen Boden: Hutfarbe: ganz jung weiß mit wenig rosa,
: älter intensiveres rosa (in Richtung altrosa) mit weißen verwaschenen
: Flecken, bei ganz alten Exemplaren ist mit viel gutem Willen ein leichter
: Violettstich zu erkennen. Hutform: wie Täubling. Lamellen weiß, dicht,
: nicht herablaufend, nicht splitternd. Stiel weiß, bricht mit deutlichem
: Knacken und fasert dabei nicht.
Hallo Birgit,
erst mußt Du mal die Gattung 100%ig identifizieren: Täublinge mit farbigem Hut haben NIE Zwischenlamellen (Lamelletten).
Dann wird's ohne Mikroskop schwierig, denn auf die "Splitterprobe" der Lamellen ist kein Verlaß. Das nächste, was Du brauchst, ist die Sporenfarbe: ich tippe auf ein helles ockergelb bis apricot, und damit GEGEN Frauentäubling. Aber alles zwischen weiß und gelb ist 'drin.
Der Geschmack ist wohl mild (testen!). Hast Du Eisensulfat-Lösung zur Hand, um alles aus der Heringstäubling-Verwandtschaft auszuschließen?
Tja, und spätestens jetzt wirst Du ohne mikroskopische Merkmale nicht weiterkommen. Nach Standort und Hutfarbe könnte es z.B. Russula pseudointegra sein, aber Täublinge kann man so nicht bestimmen. Freu' Dich an Ihnen und denke Dir: aha, ein Täubling, eines Tages werde ich Deinen Namen wissen (Als Ansporn, zu mikroskopieren)!
Frohe Pfingsten,
Wolfgang