SUBJECT>Peffermilchling POSTER>Leonie EMAIL>StaySLady@aol.com DATE>963475652 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>spider-wl044.proxy.aol.com PASSWORD>aaGGeLx7B6xpQ PREVIOUS> NEXT> IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

Hallo!
uh, war das gestern depriemiernd im Wald. Ich dachte, ob des vielen Regens geht die Post ab. Denkste. Nur eine Ziegenlippe (die sammel ich im Gegentum zu Rotfüßen), ein paar Stockschwämmchen, mehrere Boletus edulis var. completomolluskovoratus und zwei kleine (rote) Stoppis. Alle Täublinge (außer die Speitäublinge) waren grundsätzlich von Schnecken total zerfressen. Die vielen Stoppi-, Edulis- und Pfiffiembryos, die immer noch da sind, lassen aber etwas hoffen.

Und dann waren da noch zwei wunderschöne Pfeffermilchlinge. Merkwürdigerweise in einem sauren Waldstück. Schöne, große Pilze mit festen Fleisch aber reichlich ätzend scharfer Milch. Dennoch mußte ich die beiden Dinger testen. Ich habe sie in ganz dünne Scheibchen geschnitten und sehr heiß in Öl knusprig gebraten. Dann, was sicher wichtig ist, ordentlich scharf mit Chayenne, Piment und Kreuzkümmel gewürzt. Zusätzlich mit Zitronensaft und Ölivenöl betreufelt.

Sie waren durchaus genießbar. Der scharfe Geschmack war weg, die Konsistenz sehr knackig. Allerdings bleibt ein herb-bitterer Beigeschmck, den man schon mögen muß. Aber geschmeckt hat es mir schon. (besser als z. Bsp Rotfüße finde ich).

Fazit: Pfeffis sind sicher nicht das kulinarische Nonplusultra und nur zum scharf Braten geeignet, wobei sie die Klasse ihrer Familienangehörigen mit roter Milch nicht erreichen. Aber für ein kleines Abendbrot ok, wenn sich nichts anderes auftreiben läßt. Wer schon einen Korb voller grüngefelderter Täublinge hat, kann die herben Brüder aber getrost stehen lassen.

Ich hatte, diesmal die Pfeffis mit den bräunlichen Flecken. Die grünenden schmecken aber genauso. Bitte prügelt mich nicht das ich nicht weiß, welches welcher Pfeffi ist! Langstielig oder so. Ich bin nunmal eine reine Mykophage.

Gruß!

Leonie