SUBJECT>Re: Erfolgreiche Exkursion im Schönbuch POSTER>Andreas EMAIL>agminder@s.netic.de DATE>965546255 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>isdn047.s.netic.de PASSWORD>aa5zOhW9P9mIs PREVIOUS>7220 NEXT> 7234 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
: das ist schon ein klitzekleiner unterschied zu meinen antistreßspaziergängen
: im grossen garten mit pilzfindoption
: GRATULIERE!
: geht das bei euch immer so ab? WAHNSINN! *staun*
Hallo bea,
nein leider kommt das nur recht selten vor. Wenn aber mal ein Schub da ist, ist es eines der interessantesten Pilzgebiete die ich kenne. Allerdings läuft man sehr oft völlig umsonst. Denn wenn's zu trocken ist, dann hat's meist überhaupt gar nix.
Aber du hast mit dem Großen Garten eigentlich auch ein traditionsreiches Pilzsamelgebiet vor der Haustüre. Der berühmte Mykologe B. Knauth war Anfang des Jahrhunderts in Dresden tätig. Er schrieb eine "Pilzflora von Sachsen, die 1933 drei Jahre vor seinem Tod erschien. Er bearbeitete vor allem die Milchlinge, aber auch die Täublinge und eines seiner bevorzugten Sammelgebiete war eben der Große Garten. Er fand dort z.B. auch einen seltenen kleinen Röhrling (Chalciporus pseudorubinus), der bisher nur dort in Deutschland gefunden wurde. Er hat viele Aquarelle gemalt, die aber meines Wissens im Krieg abhanden gekommen sind. Rolf Singer beschrieb im zu Ehren einen Täubling,der also Russula knauthii heißt (wird aber heute als identisch mit dem Wechselfarbigen Speitäubling - Russula fragilis - angesehen).
Ja, ich weiss, was nützt dir ein traditionsreiches Gelände, wenn dort heute keine Pilze mehr wachsen .... Aber kopf hoch, ich glaub' dort verbirgt sich doch noch so manche Überraschung und Täublinge/Milchlinge sollte es dort zur entsprechenden Pilzzeit reichlich geben.
Gruß,
Andreas