SUBJECT>Re: Exsikkate aufbewahren POSTER>Wolfgang F EMAIL>wolfgangf@fis-europe.de DATE>966959148 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>160.58.8.76 PASSWORD>aa5Ajqx1hSAd. PREVIOUS>8054 NEXT> IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

: Hallo Wolfgang,
: kann man den Schrumpel- und Braunwerd-Prozess beim exsikkieren (Bea, das
: Verb!) etwas unterdrücken, wenn man die Pilze in einer Box mithilfe von
: Silicagel o. ä. trocknet?
: Und dann: Wie willst Du Deine Präparate in der TK-Truhe gefriertrocknen?
: Meines Wissens sind dazu Temperaturen um - 70°C oder darunter (gefrorenes
: CO2) und eine Vakuumkammer vonnöten.

Ich weiß vom Hörensagen, daß die Pilz-Freaks die Ausstellungsstücke im Museum für Pilzkunde in Bad Laasphe/Siegerland nach der folgenden Methode präparieren:

Pilz und Silicagel getrennt auf -18° vorkühlen (den Pilz so rasch wie möglich schockfrosten!)

Dann den Pilz in einem luftdichten Gefäß in das kalte Silicagel legen.

Dann viel Geduld haben, denn bei Normaldruck und -18° dauert das Gefriertrocknen viel länger als unter Profi-Bedingungen (Vakuum und -78°). Wie lange habe ich vergessen, aber es muß rein physikalisch so auf jeden Fall gehen. Ich schätze, 2 Wochen wäre eine gute Trockendauer, aber wenn's einer probieren will, kann ich mich nochmal erkundigen.

Die so präparierten Pilze hab' ich gesehen, und im Vergleich zum Dörrex sind sie viel, viel 'lebensechter'. Das mit der verblassenden Farbe stimmt, aber ich würde niemals meine Exsikkate mit Airbrush nachfärben, weil ich damit jede Chance, die Huthaut später zu mikroskopieren, verloren hätte.

Wolfgang