SUBJECT>Re:und nochmal bittere Gallenröhrlinge... POSTER>Doomster EMAIL>doomster@doommetal.com DATE>968620288 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>pec-39-63.tnt3.f.uunet.de PREVIOUS>8682 NEXT> IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Hi!
Ich bin dieses Jahr zum ersten Mal in diesem Forum, und Gallenröhrlinge scheinen ja ein zentrales Thema zu sein! Und womit? Mit Recht!
Diese 'Viecher' sind wirklich enttäuschend. Wunderbar sehen sie aus. Und da ich noch nie einen Gallenröhrling gefunden habe, habe ich natürlich erstmal einige mitgenommen, zumal die Netze auf dem Stiel nicht allzusehr auffielen, da ich ja gar nicht darauf eingestellt war, welche zu finden, sondern sie tatsächlich für Steinpilze hielt!
Fundort war Odenwald nahe Weinheim.
Zum Glück kam mir die rosa Röhrenverfärbung verdächtig vor. Allerdings war ein anderes Merkmal für mich viel hilfreicher:
Und zwar kann man den Hut ungewöhnlich leicht vom Stiel trennen. Bei jungen Exemplaren, bei denen noch so gut wie überhaupt kein Unterschied zum edlen edulis festzustellen ist, war dies besonders auffällig. Außerdem ist der Stiel ziemlich leicht und brüchig. Vielleicht helfen diese Charakteristika ja ein wenig weiter, da ich diese in all meinen Pilzbüchern nicht gefunden habe!
Und noch was interessantes: Ich konnte es ja nicht lassen und habe untersucht, ob diese Bitterstoffe nicht irgendwie verschwinden. gekocht und gebraten waren die Bitterstoffe noch immer vorhanden: für mich ungenießbar! Aber getrocknet waren sie plötzlich schmackhaft!!! Allerdings habe ich das Einweichwasser weggeschüttet und noch einige Maronen und und Goldröhrlinge beigegeben. danach schmeckte das Ganze eher so, als ob ich ein paar bittere Milchlinge beigegeben hätte. Diese sind nach meiner Erfahrung auch etwas bitter, munden mir aber vorzüglich, da sie fast nach Wild schmecken. Also, ein sehr ambivalenter Pilz, dieser Gallenröhrling.