SUBJECT>Zeigerpflanzen POSTER>Birgit EMAIL> DATE>991920363 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>atich.gsf.de PASSWORD>aaI/tfOdvrV5A PREVIOUS>15401 NEXT> 15425 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Hallo Martl,
: verzeiht mir bitte die blöden Fragen...: 1) Ich les' zwar immer, von
: bestimmten Böden, die bestimmte Pilze bevorzugen, aber woran erkenn' ich
: ob das ein saurer Boden ist oder ein kalkhaltiger Boden?
Es gibt keine blöden Fragen ;-). Also richtig saure Böden erkennt man z.B. häufig an Heidelbeeren, Fingerhut (selten). Zumindestens oberflächlich versauert ists, wenn viel Moos wächst.
Basische, kalkhaltige Böden z.B.folgende Pflanzen: Tollkirsche, Brombeeren, Seidelbast, Leberblümchen, hier bei uns: weiße Segge (da muß man aber schon einiges von Botanik verstehen um die zu identifizieren), Rauhes Veilchen (Viola hirta), Graslilie (selten), Bärlauch (feucht in Auwäldern) und sicher noch einiges mehr
Neutral: z.B. Maiglöckchen, wachsen aber auch teilweise auf unserem kalkhaltigem Boden
Bei uns in Oberbayern kann man eigentlich (bis auf Gebirgsregionen) bei den allermeisten Böden von kalkhaltigen Böden ausgehen. Daher fällt mir zu sauren Zeigerpflanzen auch nicht so viel ein.
: 3) Wachsen Pilze eher in Wäldern, wo kein Kraut den Boden bedeckt oder findet
: man sie da nur viel schwerer, so daß es einem so vorkommt, als würden da
: keine Pilze wachsen?
Also Morcheln können im dichtesten Unkraut stehen.... In der Tat findet man Pilze im dichten Unterwuchs meist einfach nicht (oder ich zumidestens nicht), also bleibt die Frage wohl einfach unbeantwortet.... Allerdings hatten wir auch schon Massenfunde von Maronen im relativ hohen Gras. Andererseits findet man manchmal Massen von Pilzen in den scheußlichsten Fichtenstangenwäldern.
Gruß
Birgit