SUBJECT>Re: Was hättet ihr gemacht? POSTER>Mine-O EMAIL>voss.otto@t-online.de DATE>993917298 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>cw05.HH2.srv.t-online.de PASSWORD>aaTM2a2cBWPJQ PREVIOUS>15935 NEXT> 15948 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

: Hallo Tanja!
: ehrlich gesagt ich weiß es nicht. vielleicht hätte ich - nachdem mein 1.
: schock sich gelegt hat - einige event. noch vorhandenen exemplare
: sichergestellt und versucht sie zu bestimmen o. bestimmen zu lassen. (bei
: uns auf dem marktamt). außerdem hätte ich sicher das mädchen genau
: beobachtet. aber in der wirklichkeit schaut dann wahrscheinlich alles
: anders aus. ich hoffe, daß dem mädchen nichts passiert ist. ich kann mir
: vorstellen, daß du auch ganz geschockt warst.
: gruß hans

Sorry, Hans, aber Beobachtung, selbst eine "genaue", kann wohl wirklich nicht das empfohlene Verhalten der Wahl nach einer potentiellen Pilzvergiftung sein! (auch nicht bei Kindern)
Die tötlichen Pilzgifte wie Amanitin, Gyromitrin oder Orellanin, machen sich leider erst bemerkbar, wenn sie bereits vollständig durch unsere Darmschleimhaut resorbiert worden sind.
Was verspricht man sich von einer Beobachtung?

Entweder ist man sich sicher und kann den verspeisten Pilz genau identifizieren oder zumindestens einen Giftpilz ausschließen, oder man muß dafür sorgen, daß der unbekannte potentielle Giftpilz wieder aus dem Magen herauskommt und das sofort.

(Wenn man sich sicher ist, brauch man das Kind konsequenter Weise auch nicht zu beobachten.)

Hier darf nicht so abgewogen werden: "Die meißten Pilze sind nicht giftig, es wird schon nichts passieren. Wenn wir jetzt in Aktionismus verfallen, traumatisieren wir das Kind nur."

Entweder - Oder !

Gruß Meino