SUBJECT>Re: Pfifferlinge, Frage! POSTER>Christoph EMAIL>ch.j.hahn@t-online.de DATE>994928091 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>p3EE297A9.dip.t-dialin.net PREVIOUS>16303 NEXT> 16351 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

Hallo Olli,

ich finde bei mir Pfifferlinge bevorzugt im Buchenwald (Cantharellus pallens =? Cantharellus ferruginascens), gerne auf Kalk (aber kann auch auf sauren Boden wachsen), dort wo auch seltene Röhrlinge wie Satanspilz oder Rosahütiger Röhrling stehen. Diese Pfiffer sind meist (nicht immer) blaser als der normale und Flecken auf Druck sehr auffällig rostfarben. Die Dinger sind bei mir in wärmebegünstigten Laubwäldern ziemlich häufig. Wachsen auch im Gebirge bei Buchen/Tannen oder nur Tannen auf Kalk, gerne an Südhängen und offenen Stellen.
Meist werden sie schon jung gesammelt, da man sie im offenen Wald schon von weitem sehen kann :=(

Die Nadelwaldpfiffer finde ich bei mir kaum. Die mögen sauren Boden, der bei mir seltener ist. In die trostlosen Fichtenplantagen gehe ich bei München eh nicht gerne. In den Bergen, bevorzugt auf Granit (z. B. Tirol) oder auf saurem Rohhumus auch in den Kalkalpen sind sie aber manchmal in Unmengen da.

Wenn's bei Dir gute Wälder für den "echten" (Nadelwald-)Pfifferling gibt, dann sei froh.

Ich sammele eigentlich wenig Pfifferlinge, da es mir zu mühsam ist. Dafür ernte ich in großen Mengen den Massenpilz Trompetenpfifferling. Überall, wo saurer Boden ist (auch kleinräumig) steht er im Spätherbst in Massen (selbst bis in den November/Dezember). Erst nach den ersten strengen Frösten ist Schluss.
Im Bayerwald kann man Tonnen davon ernten (sammeln wäre untertrieben), wenn man wollte. Schmeckt hervorragend und ist, im Gegenteil zum normalen Pfifferling auch wunderbar zum Trocknen geeignet. --> Jahresvorrat leicht anzulegen ;=)

Mach's gut,

Christoph