SUBJECT>Re: Gebirge POSTER>Wolfgang F. EMAIL>Wolfgang.Finckh@t-online.de DATE>999625252 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>p3E9D1BA8.dip.t-dialin.net PASSWORD>aaHjyl88e/Q8U PREVIOUS>18314 NEXT> IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
: die weit herablaufenden Lamellen sind meines Wissens nach ein
: Charakteristikum der Gattung Gelbfüße (incl. der Schmierlinge).
: Die Frage ließe sich anhand des Pilzes vermutlich auch anders noch leicht
: klären: Die Lamellen sollten sich, falls Gelbfuß, sehr leicht mit dem
: FIngernagel vom Hutfleisch trennen lassen.
: Birgit
Ich finde die Bestimmung als Gelbfuß gar nicht so abwegig. Das mit den herablaufenden Lamellen stimmt schon, aber wenn ein Einzelexemplar abweicht, ist das schon möglich.
Weil Gelbfüße eigentlich Röhrlinge sind, sollte sich die Fruchschicht ablösen lassen. In der Praxis klappt das bei mir aber nicht.
Wenn der Pilz noch Auszusporen bereit ist, kann man schon an der Farbe die Gattungen unterscheiden.
Hier noch ein mikroskopisches Merkmal: Gelbfüße haben "Röhrlingssporen", also 2-3mal so lang wie breit und oft das eine Ende umgebogen.
Schleierlinge haben Sporen, die elliptisch bis zitronenförmig sind, aber kaum so länglich. Außerdem sind Schleierlingssporen oft sichtbar rauh (nur bei großer Vergrößerung sichtbar)
Und die Chemie:
Wenn's ein Schleierling ist, wohl eine Leprocybe. Die haben schwach gelbe Farbstoffe die sich mit Ethanol (Brennspiritus) lösen lassen und z.B. auf einem getränkten Tempo-taschentuch einen Fleck hinterlassen, der unter UV-Licht stark fluoresziert. Solche UV-Lampen haben viele Briefmarkensammler oder Leute, die Geldscheine auf Echtheit prüfen.
Die gelben Farbstoffe vom kupferroten (und ich glaube auch vom Filzigen) Gelbfuß verfärben sich bei Erhitzen violett.
Wolfgang