SUBJECT>Re: Pilzsuche anno 1917 - und heute? POSTER>Karl Keck EMAIL>karl.keck@t-online.de DATE>1000846121 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>a1as07-p36.stg.tli.de PASSWORD>aaN7Fi0MSkR.k PREVIOUS>19050 NEXT> IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Ist sie nicht herrlich, diese blumige Sprache von damals: "Und nun wird der Wald zum freundlichen Spender seiner Gaben. Hier bietet er sie in reicher Fülle offen dar; dort wiederum versteckt er sie schalkhaft und lässt sie uns suchen im heimlichen Verstecke, wie es die Mutter einst tat mit den bunten Eiern zur Osterzeit."
Wenn ich es auch heute mit anderen (nüchterneren) Worten ausdrücken würde, so sind doch meine Beweggründe keine anderen.
Ein derzeit verschollener Forumsteilnehmer namens "Huhngesicht" (manche werden sich noch an ihn erinnern) würde mit seinem barock-schwülstigen Stil möglicher Weise der Blumigkeit des Ausdrucks von damals sehr nahe kommen.
In den letzten Tagen konnte ich selbst im Wald trotz seiner Stille und dem wohltuenden Grün und den schönen Pilzgestalten nicht vollkommen abschalten. Immer wieder sah ich die schrecklichen Bilder aus den USA vor meinem inneren Auge.
Karl