SUBJECT>Re: Bestimmungsfrage (Ritterling?) POSTER>Andreas EMAIL>agminder@s.netic.de DATE>1001699291 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>isdn019.s.netic.de PASSWORD>aa5zOhW9P9mIs PREVIOUS>19786 NEXT> 19839 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

: Hi Andreas,
: also die Pilze waren eigentlich noch recht frisch. Die Sprenkelung sieht man
: ja auch ansatzweise auf dem jungen Exemplar, ich glaub also schon, daß das
: ein Artmerkmal ist. Aufnahme ist jetzt schon einige Tage her, ich meine
: aber, daß sie unangenehm rochen. Woran ich auch noch gedacht habe, ist ein
: Schleimkopf. Übrigens, wie kannst du die Sporenfarbe auf dem Foto
: erkennen, die Sporen sind doch winzig klein?

: Grüße,
: Mark

Hallo Mark,

im Allgemeinen entspricht bei reifen Pilzen die Lamellenfarbe auch der Sporenpulverfarbe. Am besten kannst Du das ja beim Champignon beobachten: Die Lamellengrundfarbe ist weiß, durch die purpurbraunen Sporen verdunkeln sich diese nach und nach über Rosa zu Purpurbraun. Schwierig wird am ehesten bei Weißsporern die bisweilen getönte oder gar gefärbte Lamellen haben (viele Ritterlinge z.B.). Aber bei den Dunkelsporern kann man sich eigentlich drauf verlassen, auch bei den Täublingen hat man wenigstens eine grobe Einschätzung.

Im übrigen bin ich auf eine Idee gekommen, nämlich das es sich um den Tonblassen Schüppling (Pholiota lenta) handeln könnte. Abgesehen von der ungewöhnlichen Hutform von zwei Exemplaren und der Sprenkelung, die ich wie gesagt nicht unbedingt als relevant ansehen, würde es ja ganz gut passen. Die Art wächst am liebsten an fallaubreichen Stellen zwischen Totholz (hat Holzkontakt, sitzt aber normalerweise nicht direkt auf dem Holz).

Was meinst Du, könnte das hinkommen?

Gruß,
Andreas