SUBJECT>Re: Verzichte lieber auf Hallimasch POSTER>Thomas Pruß EMAIL>pruss@jahr-verlag.de DATE>1002701504 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>fw-e0.jahr-verlag.de PASSWORD>aaufWtfIugoM. PREVIOUS>20741 NEXT> 20866 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Moin Birgit,
was die Eigenschaften des Gyromitrins angeht, bin ich 100% sicher. Vergiftungen traten immer nur nach ungenügend gekochten esculentas auf. Ich habe die Pilze in Finnland nicht gegessen (leider – wäre mal ’ne Erfahrung gewesen) sondern auf dem Wochenmarkt in Helsinki im Angebot gesehen.
Was den Hallimasch angeht, bin ich der Überzeugung, dass Personen, die ihn nicht vetragen, auf Giftstoffe ansprechen, sondern auf andere Inhaltsstoffe des Pilzes. Gerbstoffe aus dem Holz, die der Pilz einlagert, wären da denkbar. Grund: Gerbstoffe sind ausgesprochen stabil. Kochen macht denen gar nichts. Und auch ihre Fähigkeit sich zu binden ist hoch genug, dass sie durch Kochen allein nicht herausgelöst werden können. Das Gift/die Gifte werden bei längerer Erhitzung jedenfalls komplett zerstört.
Was den Treholes-Gehalt angeht, gebe ich dir recht, wenn du sagst, dass dann auch andere Pilze Ungemach bereiten müssten. Da habe ich schneller geschrieben als gedacht (ein Los vieler Schreiberlinge ;-))
Grüsslis
Thomas