SUBJECT>Re: Artbegriff POSTER>Andreas Gminder EMAIL>agminder@s.netic.de DATE>1006635923 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>isdn010.s.netic.de PREVIOUS>22800 NEXT> 22821 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
: Hallo,
: Da ich mich grad mit der weltanschaulichen Frage befasse, OB es überhaupt
: Arten gibt , möchte ich mal nach dem "Artbegriff" in der
: Mykologie fragen, bzw. (zu Differenzen) zu denen der Zoologie, Botanik,
: Bakteriologie.
: Mein Mann meinte, er hätte in der Schule gelernt, daß eine Art das ist, was
: zusammen Fortfahren bilden kann, die widerum fortpflanzungsfähig sind.
: Ist das noch "modern"?
: Dann dürfte z.B. Trifolium hybridum nicht fortpflanzungsfähig sein? Eben wie
: ein Muli. Stimmt das? Und wie ist es mit all den anderen Hybriden?
: Und wie stellt man sowas in der Pilzkunde fest? Ich weiß schon,
: wahrscheinlich gar nicht, weil es nicht geht? Gibt es deswegen so viele
: Pilzarten?
: Viele Grüße,
: Tanja
Hallo Tanja,
dein Göttergatte hat recht, was die Zoologen betrifft.
Die Botaniker kenne Bastarde zwischen Arten, auch fertile. Es können somit auch Trippel-Bastarde entstehen (z.B. bei Orchideen, bei Asplenium ist mir das auch bekannt). Die Orchidologen sind da sogar noch krasser, bei denen sind sogar Gattungsbastarde möglich (Gymnigritella, Dactylorchis etc. etc.). Kann mir vorstellen, dass sich den Zoologen das Fell sträubt :-)
Bei Pilzen geht man davon aus, dass bei getrennten Arten sich die Einspor-Myzelien nicht kreuzen lassen. Wenn doch, dann gleiche Art.
Gruß,
Andreas