SUBJECT>Re: Champignons und Dünger POSTER>Birgit EMAIL>b.weisel@t-online.de DATE>1026251615 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>pD902CC0C.dip.t-dialin.net PASSWORD>aaI/tfOdvrV5A PREVIOUS>27499 NEXT> IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

Hi Peter,

: ich hatte bisher die Vermutung, dass Egerlinge nicht gut auf Kunstdünger zu
: sprechen sind. Auf den meisten Pferdekoppeln, die wohl bei naturnaher
: Bewirtschaftung voll mit Pilzen sind, gibt es sie jedenfalls kaum mehr,
: was zusätzlich an den Antibiotika liegen könnte, die die empfindlichen
: Tiere bekommen.

Widerspruch: AUf unserer Pferdekoppel, die sehr naturnah bewirtschaftet wird nämlich ohne Kunstdünger gibts nur alle Jubeljahre mal nen Wiesenchampignon. Unsere Ponies bekommen auch keine Antibiotika. Das Geheimnis der wenigen Pilze liegt wohl eher darin, daß bei naturnaher Bewirtschaftung und mehr hobbymäßiger Pferdehaltung die Pferdehalter die Koppeln regelmäßig min. 1 mal in der Woche abmisten. Dies dient der Minimierung des Parasitenbefalls und der Vermeidung von Geilstellen, weil die Pferde nicht mehr dort fressen wo ihre Hinterlassenschaften liegen. Die Wiese hinterm Haus dagegen wird selten mit Kunstdünger und seltenst mal mit Festmist gedüngt, keine Gülle. Ergebnis: Wiesenchampignons manchmal in großen Mengen, sehr viele Nelkenschwindlinge und einmal etwa 3 Tage nach Kunstdüngerausbringung 2 große Hexenringe mit sehr großen Schafchampignons. Außerdem rissige Ackerlinge, Lilastielrötelritterlinge, Krönchenträuschlinge, Maipilz und sicher noch einges was ich nicht identifizieren kann. Auf den Nachbarwiesen und allen anderen Wiesen im Umkreis, die zusätzlich noch mit Gülle gedüngt werden, wächst kein Pilz weit und breit. Gerade heute habe ich wieder ne größere Menge an Nelkenschwindlingen, außerdem einige rissige Ackerlinge und Heudüngerlinge auf dieser Wiese gefunden. Scheinbar übertreibt es der Bauer nicht mit dem Kunstdünger, die Pilze stehen natürlich nicht an den massiven Löwenzahnstellen und wir haben hier einen ziemlich nährstoffarmen Boden. Der Kunstdünger in Maßen scheint also nicht so sehr das Problem zu sein.

Herzliche Grüße

Birgit