SUBJECT>Danke, Andreas POSTER>Birgit EMAIL>b.weisel@t-online.de DATE>1028760836 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>pD902D023.dip.t-dialin.net PASSWORD>aaI/tfOdvrV5A PREVIOUS>28479 NEXT> IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Hallo ANdreas,
: auch auf meinen Führungen im Nordschwarzwald haben wir immer wieder
: festgestellt, dass L.picinus keineswegs scharf schmeckt, sondern eher
: bitterlich, für viele so schwach dass es nicht als unangenehm zu
: bezeichnen ist. Einmal hat ein Teilnehmer auch ein paar mitgenommen, die
: er zuvor gekostet und als mild bezeichnet hatte. Sie wären durchaus eßbar
: gewesen, aber längst nicht so gut wie der Mohrenkopf.
Das milde Exemplar schmeckte roh praktisch genauso gut wie ein Mohrenkopfmilchling. Bitter schmecke ich eigentlich ganz gut, aber ich dneke schon auch daß es wirklich L. picinus war.
: L.scrobiculatus kenne ich aus dem Südschwarzwald aus Gegenden, die ich auch
: als sauer eingestuft hätte. Aber dort herrscht ein ziemliches geologisches
: Durcheinander und vor allem kommt immer wieder stark mineralisiertes
: Quellwasser nach oben, dass dann so ungewöhnliche Erscheinungen nach sich
: zieht wie Cantharellus aurora im Sphagnum-Moor und ähnliches. Ich glaube
: dass L. scrobiculatus auch auf (nur oberflächig?) versauerten Böden
: vorkommen kann, sofern diese mineralreich genug sind. Man kann das
: vielleicht daran erkennen, dass die Säurezeiger nicht in der Masse
: auftreten wie an den richtig sauren Stellen, also die Heidelbeere dort
: kümmerlicher und vereinzelter wächst, vielleicht Sauerklee eingestreut
: ist, Russula integra dabei ist etc.
Naja die Heidelbeere war direkt daneben und Torfmoos mit spitzgebuckelten Rauköpfen vielleicht 5 m weg. Bäche und Gräben (vermutlich trockengelegtes Moorgebiet) gibts dort aber alle Nase lang und wie die Mineralversorgung dort ausschaut kann ich halt auch nicht wissen. Ich fands jedenfalls erstaunlich.
Liebe Grüße
Birgit