SUBJECT>Re: Holz-Plantagen POSTER>thomas EMAIL>webmaster@dassonnensystem.de DATE>1032789015 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>ACB1147D.ipt.aol.com PREVIOUS>30694 NEXT> IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

: Das sind die Momente, in denen man daran erinnert wird, dass wir es in den
: alelrmeisten Fällen nicht mehr mit naturnahen Wäldern zu tun haben, sondern
: mit systematisch bewirtschafteten Holz-Plantagen.
: Und das wird dann auch effektiv, d.h. maschinell und mit wenig Rücksicht auf
: die Schwammerl-Liga gemacht. Dass der gemeine Holzwirt aus seine Böden
: achtet,
: denke ich allerdings schon. Ist aber schon frustfrierend, dass die grössten
: Schleifspuren immer dort sind, wo letztes Jahr die schönsten Steinpilz-
: oder Pfifferlings-Stellen waren.
: Da kann ich ganz mitjammern, ist mir nämlich in den letzten Jahren gleich
: in mehreren Revieren passiert.
: Seufz, Wolfgang

Wieso? Das is doch praktisch. Den Wald durch eingeschlagene Schneisen in Parzellen von 30x30 Metern eingeteilt. Den Baumbestand soweit ausgelichtet, das man 800 Meter weit durchsehen kann. Die halbmetertiefen Furchen, die durch den Einsatz der schweren Maschinen verursacht werden, sind schnell mit Bauschutt aufgefüllt, und alles ist wieder in bester Ordnung. Nicht zu vergessen, das nicht zu verwertende Holz wird im Wald liegengelassen (teilweise meterhoch) bis es von selbst verrottet.

Das ist Naturnahe Waldwirtschaft, das freut die Forstämter!

Bei mir in der Gegend sieht bereits 95% des Waldes so aus, mittlerweile gehen die Herrschaften sogar soweit, das man Teerdecken auf grössere Waldwege zu legen beginnt, die Sattelschlepper sollen ja schnell vor Ort sein....

Der *gemeine Holzwirt* würde schon gern auf seinen Boden achten, nur hat der leider überhaupt nichts zu melden, dem wird vom Forstamt haarklein vorgeschrieben wo er Schneisen zu schlagen hat und welcher Baum zu fällen ist.
Die privaten Waldbesitzer schimpfen teilweise selbst wie die Rohrspatzen über diesen Frevel, aber denen sind die Hände gebunden.

Man kommt sich hier in den Wälder schon bald so vor wie in Schrebergärten am Rande der Grossstädte...mit Natur hat das nichts mehr zu tun.

seufz hoch 3

thomas