SUBJECT>Ein neuer "Gelber" in meinem Wäldchen POSTER>Peter Reiter EMAIL>pit.reiter@t-online.de DATE>1035932067 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>p3E9B9667.dip.t-dialin.net PASSWORD>aaDNLPurTL79. PREVIOUS> NEXT> 32651 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Hallo Pilzgemeinde,
ich gehe nun schon seit Jahren immer wieder in einem kleinen Waldstück nördlich von meinem Wohnort auf Pilzpirsch. Es ist ein kleiner, pilzreicher Streifen (ca. 600 m x 100 m)eines Waldmeister-Buchenwaldes auf basischem Lößboden. Eingestreut wachsen dort junge Fichten, Stiel-Eichen, und Lärchen. Unterhalb des Waldstückes fließt ein kleines Bächlein mit Aronstab, Gold-Hahnenfuß, Scharbockskraut, Hohe Schlüsselblume und auch Seidelbast. An den Waldwegen wächst überall die Tollkirsche. Unter den genannten Pflanzen sind viele Zeigerpflanzen, die einen basenreichen, nährstoffreichen Lehmboden anzeigen. Im Waldstück selbst finde ich merkwürdigerweise die Weiße Hainsimse. Wahrscheinlich ist der Boden im Wald selbst oberflächlich versauert.
Die Lärchen im Waldstückchen sind nun eindeutig in der Minderheit und unter ihnen fand ich jedes Jahr immer zuverlässig den Goldröhrling. In diesem Jahr hat sich nun zum ersten Mal, innerhalb weniger Wochen an unterschiedlichen Stellen ein neuer "Gelber" dazu gesellt. Es ist Hygrophorus lucorum, ein zierlicher Schneckling mit zitronengelber Hutfarbe und schöner weißer Cortina. Laut Krieglsteiner ist er ein obligater Lärchensymbiont. Es ist doch verrückt. Da sucht man Jahr für Jahr unter den gleichen Bäumen und plötzlich findet man Pilzarten, die vorher nie da waren. Ich bin gespannt ob ich diesen Pilz die nächsten Jahre wieder finden werde.