SUBJECT>Karbolchampignons mit Bildern POSTER>Birgit EMAIL>b.weisel@web.de DATE>1063964146 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>pD902CDC1.dip.t-dialin.net PASSWORD>aaI/tfOdvrV5A PREVIOUS>54381 NEXT> 54410 54447 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Hallo ihr beiden,
: ich habe wahrscheinlich die gleiche Art gefunden. Leider habe ich keine
: jungen Exemplare entdeckt. Mein Fundort war eine Bergwiese, auf der noch
: vor einigen Wochen eine Herde Rindviecher geweidet hat. Übrigens kann ich
: den Karbol auch ausschließen, da ich eine kleine Kostprobe genommen habe,
: die gar nicht so schlecht geschmeckt hat. Der Karbol gilt ja geschmacklich
: als widerlich.
Was spricht denn bei deinem Bild gegen einen ganz stinknormalen Wiesenchampignon (Agaricus campestris)? Der Wuchsort würde auch darauf hinweisen, obwohl natürlich auch Karbolegerlinge auf der Wiese wachsen. Wiesenchampignons können ganz leicht gilben oder röten. Auf den Geschmack kann man sich bei Karbolegerlingen (A. xanthoderma) wohl nicht 100% verlassen (ich hab ihn noch nicht roh probiert), es gibt Leute mit Pferdemagen, die jahrelang Karbolegerlinge gegessen haben, obwohl er wohl bei den meisten Leuten Magen-/Darmprobleme verursacht. Das wirklich sichere Kennzeichen bei Karbolegerlingen ist das Gilben in der Stielbasis, also muß man entweder den Pilz der Länge nach durchschneiden, oder ein kleines Scheibchen am untersten Ende der Stielbasis abschneiden oder abkratzen. Die Färbung ist dann wirklich leuchtend chromgelb. Die gleiche chromgelbe Färbung erhält man auch wenn man die Stielbasis außen reibt. Anbei noch einige Bildchen um das Gilben deutlich zu machen.
Liebe Grüße
Birgit