SUBJECT>Täublingsfeuerwerk mit Fragen (6 Fotos) POSTER>Interhias EMAIL>matthias@interhias.de DATE>1091361694 IP_ADDRESS>pD9EB75BF.dip.t-dialin.net PASSWORD>aaSvELJZ3I91s PREVIOUS> NEXT> 65750 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Servus
Auf wenigen Quadratmetern entlang eines Waldpfades im Forstenrieder Wald bei München bei alten und jungen Buchen fand ich die folgenden drei Täublingsarten (Bild 1-4):
Bild 1:
Infos:
Hutdurchmesser: 5-10 cm; Huthaut zur Hälfte abziehbar, dabei bleibt am Feisch unter der Huthaut stellenweise eine rötliche Tönung; Huthaut immer bis zum Rand reichend; Lamellen: weiß; Geschmack: mild, angenehm; Sporenpulver: cremefarben;
Den Speisetäubling (Russula vesca) kann man wegen der Sporenpulverfarbe und der immer den Hutrand erreichenden Huthaut wohl ausschließen, ich weiß aber nicht, welche Arte es sonst sein könnte. Auch an anderen Stellen im Wald fand ich diesen Täubling häufig (immer unter Buchen).
Nur einen Meter entfernt stand der inzwischen ebenfalls häufige Buchenspeitäubling (Russula mairei).
Bild 2:
Äußerlich nicht immer ganz leicht von der ersten Art zu unterscheiden, ist er aber generell kleiner (3-5 cm) und schmeckt brennend scharf.
Die nächsten zwei Fotos zeigen meiner Meinung nach den Frauentäubling (Russula cyanoxantha) und zwar die Form peltereaui, weil er eben ganz grün ist.
Bild 3 und 4:
Die Lamellen sind äußerst elastisch und überhaupt nicht brüchig, was andere Arten ausschließen sollte. Am gleichen Standort finde ich auch häufig die "gewöhnliche" violettgrüne Form des Frauentäublings. Auch die Geschmacksprobe zeigt keinerlei Abweichung von cyanoxantha.
Zuletzt zwei Fotos von Täublingen, die ich in den letzten Tagen sehr häufig gefunden habe, übrigens auch im Naturwaldreservat Schönwald, das sich ansonsten ziemlich ausgekehrt präsentierte. Ich könnte mir denken, dass es sich bei diesen bunten Täublingen um dieselbe oder eine nah verwandte Art wie auf Bild 1 handelt: Geschmack, Größe, Lamellenfarbe, Standort und Sporenpulverfarbe sind jedenfalls gleich:
Es wundert mich, dass ich zu diesem recht häufigen Täubling in mehreren Büchern keine entsprechenden Fotos gefunden habe. Dabei scheint mir die auffällige Färbung (innen Gelbtöne, außen Rottöne) typisch zu sein für diesen Pilz.
Wie immer würde ich mich über Korrekturen und Tipps zu den Bestimmungen freuen!
Gruß aus München
Hias