SUBJECT>Ranziger Trichterl., Brennender Rübl.(?), 6 Fotos POSTER>Interhias EMAIL>matthias@interhias.de DATE>1093888130 IP_ADDRESS>pD950EB9C.dip.t-dialin.net PASSWORD>aaSvELJZ3I91s PREVIOUS> NEXT> 67330 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Servus,
gestern in den Schäftlarner Isarauen waren neben den allgegenwärtigen Knopfstieligen Rüblingen (C. confluens) vor allem Brennende Rüblinge (G./C. peronata) und die folgenden Trichterlinge zahlenmäßig am häufigsten:
Bild 1 und 2
Infos:
Standort: In Laub- und Nadelstreu;
Hutdurchmesser: 2-5 cm; Hut trocken, weiß bis horngrau, bisweilen hygrophan, genabelt, nicht immer kreisrund, bisweilen mit verkehrtherum herzförmigen Einbuchtungen; Lamellen: am Stiel leicht herablaufend, mäßig gedrängt stehend, untermischt, weißlich bis cremefarben; Stiel: hutfarben, zur Basis verjüngt, Basis weißfilzig; Fleisch weiß; Geruch: mehlig-süßlich, leicht parfümiert, erinnert an Nebelkappen; Geschmack: saubitter; Sporenpulver: weiß;
Es dürfte sich um den Ranzigen Trichterling (Clitocybe phaeophtalma) handeln, denn unter dem Mikroskop sind die Physaliden (Anschwellungen) in der Huthaut gut zu sehen, die im "Gerhardt" beschrieben sind. Ziemlich einprägsam auch der sehr bittere Geschmack.
Die folgenden vier Fotos dürften den Brennenden Rübling (Gymnopus/Collybia peronata) zeigen, der massenhaft und gesellig aber nie büschelig in der Buchenlaubstreu wächst:
Bild 3-6
Infos:
Hutdurchmesser: 3-6 cm; Hut trocken, radialfaserig, rotbräunlich bis graubraun, im Alter ausblassend und rissig, "räudig"; Stiel an der Basis stark filzig bis striegelig; Lamellen blassbraun, sehr entfernt stehend und untermischt; Geschmack: zunächst mild, dann pfeffrig;
Direkt als "brennend" empfinde ich die Schärfe dieses Pilzes nicht. Deswegen taufe ich ihn für mich in "Räudiger Rübling" um, was sein Erscheinungsbild ganz gut charakterisiert, wie ich finde.
Gruß aus München
Hias