SUBJECT>Re: Veränderungen in Xerocomus POSTER>Jürgen EMAIL>schreiner_juergen@web.de DATE>1108895578 IP_ADDRESS>pD9EF0CAD.dip.t-dialin.net PASSWORD>aa5P46Axv2oyk PREVIOUS>76654 NEXT> 76658 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
: Hallo Andreas,
: also wenn ich mir die Beschreibung der Art durchlesen, dann sehe ich kaum
: Gemeinsamkeiten mit X. moravicus. Vor allem das herausragendste Merkmal,
: das relativ helle Sporenpulver ohne Olivton, ist bei X. innixus nicht zu
: finden.
Was mir an Gemeinsamkeiten mit moravicus auffiel, sind die kurzen, gedrungenen Sporen (z. B. bei gentilis viel länger und schlanker), die Verteilung von Fleischfarbe in Hut, oberer und unterer Stielhälfte, die fehlende Verfärbung, die regelmäßigen, fast rundlichen Poren und der farblich im Schnitt deutlich vom Hutfleisch abgesetzte Röhrenboden (bräunliche Linie). Wenn ich mich recht entsinne, hat auch Singer die Art schon in die Nähe von moravicus gerückt.
Ich habe mal in Manfred Binders Dissertation geschaut: Im molekularbiologischen Cladogramm steht innixus zwar unmittelbar bei gentilis, aber auch moravicus ist noch "relativ nah" (dazwischen steht lediglich die - taxonomisch nicht ganz klare - Gruppe um impolitus und depilatus).
Dann gibt es aber auch jene von Dir genannten Merkmale, die die Art deutlich von moravicus abtrennen. Die Idee mit X. roseoalbidus ist sicher verfolgenswert - bei der Art ist ja auch noch ziemlich unklar, wo sie bei einer Revision der Gattung unterkommen soll.
Grüße, Jürgen