SUBJECT>Grundsätzliche Anmerkungen POSTER>Jürgen EMAIL>schreiner_juergen@web.de DATE>1114338947 IP_ADDRESS>pD9581AC0.dip.t-dialin.net PASSWORD>aa5P46Axv2oyk PREVIOUS>78541 NEXT> 78581 78582 78666 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

Hallo zusammen,

zur von Harry und Rainer geäußerten Kritik möchte ich doch noch ein paar Aspekte anmerken:

Menge der Fotos:
Wer die Reihe verfolgt hat, wird feststellen, dass ich bei den ersten Arten (z. B. Erlengrübling) mit wesentlich weniger Bildern begonnen habe. Es zeigt sich einfach, dass man dadurch der Variabilität nicht gerecht wird. Ich habe mir auch überlegt, am Schluss der Serie, da noch zusätzliches Material anzubieten - wenn das gewünscht wird...

Hans Haas sagte einmal: "Bevor man eine Art nicht 100mal gesehen hat, kennt man sie nicht." Speziell im Fall einer seltenen, wenig bekannten Art wie B. depilatus hielt ich es deswegen für angebracht, ein größeres Spektrum anzubieten, zum einen weil ich genügend Dias (182) zur Auswahl habe, aber auch, weil es zahlreiche Verwechslungsmöglichkeiten gibt: X. pruinatus, X. subtomentosus, B. impolitus, L. crocipodium etc.. Das Mehr an Bildern war sicher nicht notwendig ,aber als Bonus gedacht.

Datenmenge:
Die Fotos sind jetzt schon auf kleine Bildschirmgröße (800 pixel Breite, 72 dpi und 30 % Qualität) heruntergerechnet. Die resultierende Dateigröße von ca. 100 kB ist das Äußerste, was nach unten qualitätsmäßig noch vertretbar ist. Leider muss man sagen, dass selbst 2,2 MB im Web eine Größenordnung sind, die man für die Nutzung von Multimediainhalten heute als zu bewältigen voraussetzt - so bedauerlich dass für Modem-User auch ist (ich gehörte bis vor 1 1/2 Jahren auch zu dieser leidgeprüften Fraktion).

Ich habe bisher aus Gründen der Übersicht versucht, Splittings einer Art in mehrere Postings zu vermeiden. Das Argument mit den langen Ladezeiten trifft nur bedingt, denn auch bei mehreren Postings muss ja bei insgesamt gleicher Datenmenge in der Addition dieselbe Zeit zum Öffnen in Anspruch genommen werden. Der psychologische Effekt ist also derselbe wie beim Umfahren eines Staus auf der Autobahn: Ich habe nur das subjektive Gefühl, dass es schneller geht.

Es wurde Kritik geübt, die Bilderserien seien zu eintönig. Ich fasse das im Grunde als Kompliment auf, dann dann gibt es zumindest qualitativ keine Ausreißer, die negativ auffallen.

Was die Kameraführung und Bildausschnitt betrifft, ist die Kritik nur bedingt berechtigt. Wer die Fotos anschaut, wird sehr wohl feststellen, dass Variationen zwischen Auf-, Seiten- und Untersicht, Hoch- und Querformat, Überblicks-, Gruppen- und Großaufnahmen vorhanden sind.

Wenn drei bevorzugte Einstellungen sich wiederholen, liegt das vor allem am Stativeinsatz. Will ich nämlich einen Pilz bei meiner bevorzugten Brennweite von 105 mm von vorne bis hinten scharf bekommen, muss ich Blenden von 16+ wählen. Bei ASA 50 bin ich da in den meisten Fällen ganz schnell bei Belichtungszeiten von 1 sec und mehr. Dadurch bin ich ans Stativ und damit an gewisse Beschränkungen bei der Bewegungsfreiheit der Kamera gebunden. Sicher haben Freihand-Fotografen ohne diese Ansprüche mehr Variationsmöglichkeiten, einen Pilz von allen Seiten und aus unterschiedlichen Distanzen aufzunehmen.

Es triffft nicht zu, dass die Fotos nur Variationen der Hutfarbe zeigen. Zu sehen sind auch verschiedene Altersstadien, z. T. enorme habituelle Unterschiede und unterschiedliche Standorte. Wenn das nicht weiter auffällt, sehe ich das auch wieder positiv - ein Naturfoto sollte ja "selbstverständlich" wirken.

Details: In anderen Posts (v. a. Suillus) waren immer wieder mal Detailaufnahmen der Poren, gelegentlich auch der Huthaut dabei. Bei depilatus kann ich das gerne nachliefern (das war im Fall der Huthaut im Vgl. zu impolitus ohnehin noch separat vorgesehen).

Nähere Umgebung: Soweit es das Motiv zulässt, habe ich gelegentlich Weitwinkelaufnahmen aus Bodensicht eingestreut (vgl. B. satanas). Bei einigen Fotos - auch in der depilatus-Serie - habe ich die Umgebung jedoch bewusst weggeschnitten und auf den Pilz eingezoomt, um eben die Details bei aller notwendigen Verkleinerung doch noch zur Geltung zu bringen. Das ist sicher ein fürs Web gemachter Kompromiss. Entscheidend aber ist die Authentizität des Fundorts: Ich denke, durch den bewussten Verzicht auf Studioaufnahmen kommt bei jeder Art doch insgesamt einiges an Informationen (begleitende Vegetation, Boden, Lichtverhältnisse) rüber.

Für diejenigen, die die restlichen Bilder sehen wollen, hänge ich sie in einem separaten Posting noch einmal an.

Grüße, Jürgen