SUBJECT>Re: unbekannte Pilze im Wintergarten POSTER>Werner EMAIL>wgpflaum@t-online.de DATE>1162373806 IP_ADDRESS>p5496F832.dip.t-dialin.net PASSWORD>aa2wKqpgXsn1M PREVIOUS>109853 NEXT> 109897 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

Hallo Sandy,

: Pilzsachverständige gibt es in unserer Gegend wegen fehlender Speisepilze
: nicht.
: Deswegen versuche ich es hier mit 2 neuen Fotos:

: Unterseite:

: Ich hätte nie geglaubt, dass sie so riesig werden und woher sie kommen,
: wüsste ich eigentlich auch gern.

Es handelt sich ganz sicher um etwas im Macrolepiota rhacodes - Bereich. Da es da auch genau an diesen Standorten M. rhacodes var. hortensis und die ominöse M. venenata gibt, sollte man die nicht essen. Ich selbst glaube zwar nicht so wirklich an M. venenata bevor ich nicht mal wirklich eine eindeutige gesehen habe und der Vergiftungsfall auch gut dokumentiert wurde (mit Ausschluß anderer Möglichkeiten), ich glaube aber, daß es durchaus schwere Unverträglichkeiten im M.rhacodes var. hortensis-Bereich gegeben hat. Und deshalb würde ich das, was man auf deutsch Safranschirmlinge nennt, nicht aus dem Garten, Kompost oder in Deinem Fall aus dem Wintergarten - essen.

Woher die Pilze kommen? Nun, von eingeschleppten Sporen oder sogar ganzen Myzelien. Die kannst Du einerseits mit Pilzkörben aus dem Wald mitgebracht haben - dann wäre es höchstwahrscheinlich die ungiftige M. rhacodes var. rhacodes - oder die Sporen waren im Substrat (z.B. in dem Humus, der zur Anlage des Wintergartens benutzt wurde) oder an einer der eingesetzten Pflanzen.

Gruß,

Werner