SUBJECT>Re: Kuriosum ... @Florian POSTER>Trüffel EMAIL>m.hess_dd@arcor.de DATE>1163260892 IP_ADDRESS>dialin-145-254-078-204.pools.arcor-ip.net PASSWORD>aaJRYts.elfog PREVIOUS>110510 NEXT> 110707 110926 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

Ich habe gestern mal mit meiner Mutter telefoniert und sie über die damaligen Sammelgewohnheiten ausgefragt. Früher wurden dort vor allem Pfifferlinge und Steinpilze gesammelt, die gab es damals noch sehr häufig. Aber auch Rotkappen, Stockschwämmchen und Morcheln. Die Lorchel galt dort noch als eßbar und wurde gerne in Erbsensuppe getan. Meine Mutter nannte auch Butterpilze, ich weiß aber nicht, ob sie wirklich den Suillus luteus oder vielleicht den Goldröhrling gemeint hat, der ja in vielen Gegenden auch als Butterpilz bezeichnet wird.
Mein Vater hatte dann den Leuten beigebracht, daß auch die Marone ein sehr guter Speisepilz ist. Außerdem erklärte er ihnen den Perlpilz und die Täublinge. Meine Mutter hatte aber aus Angst Täublinge, gedrungenen Wulstling, Schafseuter, Semmelstoppelpilz u.a. Pilze, die ich mit meinem Vater gesammelt hatte, heimlich weggeworfen. Die Leute im Dorf hatten mehr Vertrauen zu meinen Vater, viele zeigten ihre Pilze zuerst meinem Vater, bevor sie sie verwendeten. Als Lehrer war er für die Leute sowas wie ein Pilzberater.