SUBJECT>Nochmals Inocybe, vielleicht verfrüht ;-) POSTER>Hans-Jürgen EMAIL>hans-juergen@pilzseite.de DATE>1165077381 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>p5081DB44.dip.t-dialin.net PASSWORD>aa.8cvHu4xnyc PREVIOUS> NEXT> 111973 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

Unweit von den zuletzt vorgestellten Risspilzen, aber im freieren Gelände zwischen Kiefern, ebenfalls mit kalkschotterigem Untergrund, habe ich diese Risspilze aufgelesen:

Hut: DM 20 - 27 mm, matt, ausgeprägt radialfaserig, rund kegelig. Dunkel Haselnussbraun. Rand lange eingerollt.
Lamellen: hell ockerbräunlich. Relativ entfernt stehend. Mit Lameletten. Schneiden glatt.
Fleisch: sehr dünn, eigentlich nur direkt über dem Stiel in der Kegelspitze etwas dicker (man sehe dazu das Foto BK 5 #39). Geruch spermatisch.
Stiel: 55 x 4 mm. Längsfaserig. Hellbraun, zur Basis zu weiß überreift. Myzelstränge anhaftend.

Meine Mikrofotos sind nicht berauschend, muss schon spät (oder besser: früh) am Tag gewesen sein. Aber vielleicht reicht es zur groben Analyse:

Sporen:

Also: langelliptisch bis mandelförmig (apikal zum Teil konisch verjüngt???), im Durchlicht gelblich
Maße: (10,3 -) 12,3 (- 15,3) X (5,3 -) 6,0 (- 7,1)
Q: (1,7 -) 2,0 (-2,4)

Kaulos habe ich leider nicht untersucht. Pleurozystiden flaschenförmig bis bauchig, dickwandig, an der Spitze deutlich mit Kristallen:

Anfangs dachte ich ja, das seien am Ende kleinere Exemplare des bereits vorgestellten Fischgeruch-Risspilzes (falls er's denn ist). Wieder eher große Sporen, aber im Unterschied deutlich mit Kristallen besetzte Pleuros.

Summa summarum komme ich damit bei Inocybe nitidiuscula heraus (den Uschi im Sommer schon mal vorgestellt hat).

Oder habe ich mich zu früh am Frühen Risspilz gefreut?

Gruß und Dank allen im Forum. Ohne Euch wüsste ich oft genug nicht ein und aus.

Hans-Jürgen