SUBJECT>Re: Zur Abwechslung mal: Inocybe POSTER>Hans-Jürgen EMAIL>hans-juergen@pilzseite.de DATE>1165167918 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>p5081D034.dip.t-dialin.net PASSWORD>aa.8cvHu4xnyc PREVIOUS>111962 NEXT> 112045 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Jetzt steht's also so ungefähr 2:2 ;-)
Gegen cervicolor habe ich mich aus drei Gründen entschieden: Die Sporen sind (jedenfalls wenn ich die Maße der BK-Kollektionen zugrundelege) zu groß.
Damit niemand nachblättern muss: Meine Maße (immerhin an 53 Sporen ausgemessen): (12,1 -) 14 (- 16,2) X (6,1 -) 7,2 (-8,6) µ
BK zu cervicolor: 10,4 - 14,5 x 6 - 8 µ
während BK zu pisciodora: 12,3 - 15,2 x 6,4 - 8 µ
Ich sehe allerdings, dass J. Stangl zu cervicolor auch größere Maße angibt, obwohl seine Maße immer noch tendenziell kleiner sind als die meines Fundes:
10 - 15 (16,5) x 6,5 - 8.
Grund zwei ist wiederum vor allem BK-gestützt: Die abgebildeten Exemplare zeigen eine deutliche, sparrige Schuppung, die meinen Exemplaren vollkommen fehlt.
Dritter pisciodora-Punkt: Die Habitatbeschreibung bei Stangl (Kiefern, Wegrand geschottert) hat mich sehr beeindruckt. Denn genau dies ist die Kombination, in der ich den Pilz gefunden habe: Direkt unter einer Kiefer, aber eben auch direkt in grobem Kalkschotter (wie es ja auch Andreas beschreibt).
Dass die Pilze äußerst unangenehm gerochen haben, habe ich ja angemerkt. Ich hätte dabei nicht unbedingt an Ölsardinen gedacht. Aber ich habe auch erst lernen müssen, dass Mairitterlinge nach Mehl riechen (und finde das heute vollkommen selbstverständlich). Also ist das so eine Sache mit den Gerüchen. Wenn es bloß am Geruch scheitert: dann haben die Pilze halt nach Bückling gestunken.
Was ich gelernt habe ist, dass ich beim Mikroskopieren noch genauer auf noch mehr Dinge achten muss.
In jedem Falle herzlichen Dank an alle, die sich für mich den Kopf zerbrochen haben.
Liebe Grüße
Hans-Jürgen