SUBJECT>Re: Frage nach Risiken nicht entfernter Zeckenköpf POSTER>bleem EMAIL>webmaster@pilzelinks.de DATE>1150488912 IP_ADDRESS>88-134-145-72-dynip.superkabel.de PASSWORD>aagEnSz2qpt5M PREVIOUS>98278 NEXT> 98309 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

Hallo Robin

Ich bin Krankenpfleger in einer Hautklinik und habe täglich mit diesem Problem zu tun. Fakt ist, ein steckengebliebener Rüssel ist eigentlich kein Problem. Es besteht allerdings die Möglichkeit einer Entzündung und somit einer Infektion durch Bakterien verschiedener Art mit Eiter etc. Was die Übertragung von FSME und Borrelien betrifft ist ab diesem Zeitpunkt die Gefahr vorbei, wenn es nur der Stachel ist, der noch steckt. Bei uns ist es üblich die Reste mit einer sterilen Nadel rauszuhebeln oder in schweren Fällen mit einer 2 bis 3er Stanze zu entfernen. Ansonsten ist eine Impfung gegen FSME mittlerweile zu empfehlen, die Nebenwirkungen sind bei den neuen Impfstoffen erheblich reduziert worden. Gegen Borreliose gibt es noch keinen entsprechenden Impfstoff, außer für Hunde.
Wichtig: Das Datum aufschreiben wann die Zecke entdeckt wurde und nach 4-6 Wochen beim Haus.oder Hautarzt eine Borrelienserologie abnehmen lassen. Das datum deswegen, um bei späteren Beschwerden einen Zusammenhang herstellen zu können oder auch nicht.

Ciao bleem