SUBJECT>Re: oT unbedingt denglisch? POSTER>Thomas Pruss EMAIL>pruss@angelwoche.de DATE>1169453834 IP_ADDRESS>217.111.17.58 PASSWORD>aa/U1T0pAyuH. PREVIOUS>113924 NEXT> 113935 113938 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

Moin Waldschrat

Was die Anrede ´hi´ denn mit Elektronik zu tun?

Gar nix, da geb’ ich dir Recht. Und bei uns im Norden sagt man auch immer noch „Moin“ – selbst abends ;-)

Wenn bei uns einer mit „Hi“ grüßt, guckt sich der andere bestimmt erstaunt um und fragt „Wo?“. Logisch, so dicht anner Küste ;-)

Aber: Sprache ist kein statisches Ding, und sie entwickelt sich immer weiter. Da bekommen auch „denglische“ Wörter ihren Platz, und ich finde sie auch gar nicht schlecht, wenn sie es ermöglichen, etwas kürzer und prägnanter auszudrücken („CD-Player“ hat definitv weniger Silben als „Kompaktscheiben-Laserabtastgerät“).
Aber hör’ dich mal genau in die deutsche Alltagssprache hinein: Wieviele englische oder meinetwegen „denglische“ Begriffe findest du denn da? Es sind viel weniger als es uns z. B. die Werbeindustrie mit ihren teils doch sehr abgehobenen Denglisch-Begriffen weis machen will. Also – keine Gefahr für unsere Sprache!
Übrigens: Was wäre deutsch ohne Fremdsprachen? Nur 2 Beispile, die mir spontan einfallen:
Nase kommt aus dem lateinischen nasus
Fluss -> fluvius

Oder wie hießen Städte wie Trier, Köln, Kassel oder Bitburg, wenn die Römer sie nicht benamt hätten, bzw. ihre Namen nicht lateinisch beeinflusst wären?

Grüßlis
Thomas

Grüßlis
Thomas