SUBJECT>Re: Ah, die pilzlose Zeit ist angebrochen... POSTER>Werner Stangl EMAIL>wernerstangl@hotmail.com DATE>1169482931 IP_ADDRESS>85-125-218-213.dynamic.xdsl-line.inode.at PASSWORD>aaUI5e/sD794E PREVIOUS>113950 NEXT> IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

: Denglisch dagegen ist für mich der Hair-Dresser, hinter dem sich der
: stinkordinäre Frisör oder Friseur von seinerzeit verbirgt. Oder die noch
: viel entsetzlicheren Werbesprüche, die oft noch grauenhaft falsch sind.
: Auch ein Event finde ich persönlich daneben. Mag ja persönliche Anschauung
: sein, aber was ist denn so anders an den "Events" von 2007 im
: Vergleich zu den Veranstaltungen, Feten, Parties, Treffen, Konzerten etc.
: von 1980? Sind die wirklich so revolutionär neu, daß kein deutsches bisher
: gebräuchliches Wort das trifft? (Ja, jetzt wird einer sagen, Party ist
: auch Denglisch, nur gibt es das Wort halt schon seit ca. 1965 verbreitet
: im Deutschen).

Na ja, ich könnte mal argumentieren, dass man davon spricht, dass wir heute in einer "Event"-Kultur leben, also alles, was wir tun, zum Ereignis werden soll. In diesem Sinn soll unser Einkauf im Einkaufzentrum zum "Shopping-Event" werden, der Konzert-Besuch zum "Musik-Event" etc. Insofern fasst der Begriff Kategorien zusammen, die nicht im gleichen Sinne als zusammengehörig wahrgenommen wurden.
Und dass Party schon lange verbreitet ist, ändert tatsächlich nichts - es war halt nur ein früher Vertreter der allgemeinen Wort-Schwemme. Man könnte "Party" genauso ersetzen wie "Event" - die Frage bleibt nur: wozu?
Wobei ich schon verstehe, wenn es einem manchmal die Grausbirnen aufsteigen lässt. Ich persönlich kann ja mit der erwähnten "Event"-Kultur selber nicht viel anfangen, daher ist der Begriff für mich nicht unbedingt positiv konnotiert.

Liebe Grüße,
Werner S.