SUBJECT>Neue Folge: Täubling der Woche #03 POSTER>Thüringer-Holz EMAIL>nicflex@gmx.de DATE>1185293502 IP_ADDRESS>193.16.163.243 PASSWORD>aaWEm4xGMGE7o PREVIOUS> NEXT> 120987 120988 120994 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

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Russula olivacea - Rotstieliger Ledertäubling

Ein Vertreter der einfachen und leicht kenntlichen Kategorie.

Man findet diesen recht großen, stattlichen Ledertäubling meist auf kalkhaltigem Boden – so wie hier – laut Literatur ist er aber auch im sauren Milieu zu Hause.

Symbiosepartner sind vorzugsweise die Buche, aber auch Hainbuche und Eiche sowie die Fichte, bei letztere habe ich ihn noch nicht entdeckt.

Typisch ist der meist rot überhauchte Stiel mit dem "Rosa-Ring" an der Stielspitze.


Artspezifisch für die lila-purpurnen großen Hüte ist die konzentrische Maserung am Hutrand.

Nicht nur am Blutsee - so wie hier 2006 - kommen Exemplare mit grün / oliv Hutfarben vor. An dieser Stelle Grüße nach WÜ und Umgebung.

Alle haben sie das lebhaft gelbe (IVc-d) Sporenpulver, die isoliert stacheligen Sporen und den milden Geschmack gemeinsam.

Es gibt neben R. olivacea nur noch zwei Vertreter dieser Untersektion "Olivaceinae".
Das ist R.alutacea (Glänzender Leder-Täubling) und R.vinosobrunnea (Purpurbrauner Leder-Täubling) beide sind sehr selten, letzterer ist 2006 ebenfalls im Gebiet nachgewiesen. Alle drei haben eine sektionstypische chemische Reaktion.

Mit Phenol färbt sich das Fleisch schön Heidelbeer - bis Brombeer-rot!

Bis vor kurzem galt R.olivacea als hervorragender Speisepilz, bis in Italien vergiftungsähnliche Erscheinungen aufgetreten sind.
Tanja und Andreas schreiben in ihrem jüngsten Werk, dass es sich wahrscheinlich nur um eine individuelle unverträglichkeits- oder allergische Reaktion handeln dürfte.

Abschließend ein Studiofoto von Jochen, welches zeigt, dass auch kleinwüchsige Formen vorkommen.

Ich bedanke mich bei Jochen für die Bilder 2,6,7,11 und 14 die aus seiner Obhut stammen.

Bis zum nächsten mal

Euer Felix