SUBJECT>nochmal Agaricüsse POSTER>Kattugla EMAIL>kattugla@gmx.de DATE>1188763230 IP_ADDRESS>pD95FF943.dip.t-dialin.net PASSWORD>aa6WWXiWtzNp2 PREVIOUS> NEXT> 124253 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Ihr Lieben,
da ich in Kürze umziehe, beschnuppere ich mir parallel zur Wohnungsfinde schonmal die potentiellen Pilzreviere vor der potentiellen Haustür - was dazu führt, dass ich gelegentlich mit Ungewohntem konfrontiert werde.
So wie heute.
Entlang eines gut durchmischten Eichen-Kiefern-Mischwaldes fand ich - fast zugewuchert von Brennesseln und Digitalis - am Waldrand einen scheinbar dieses Jahr frisch aufgebuddelten Fuchsbau, eher Fuchspalast, denn die Ausmaße der ausgeförderten Erde waren gewaltig.
Üppig flankiert von Robinien-Nachwuchs - also deutlich stickstoffhaltiger Boden, eine oder zwei Fichten in der näheren Umgebung, feuchte Senke, in der Nähe ein Bach.
Aus dem weichen Erdreich über dem Palais de vulpes wuchsen büschelweise diese hier:
Noch ein Schnittbild:
Der größte der Jungs mass mit ausgebreitetem Hut (der dunkler braun war als die Hüte der kleinen Brüder) im Durchmesser ca. 25cm.
Geruch: nur sehr schwach nach Anis. Ich habe einen der FKs testeshalber heiß überbrüht, um festzustellen, ob die hohe Temperatur vielleicht etwas Karboliges freiläßt - Fehlanzeige. Duft angenehm nach Champi.
Fleisch: gilbt oder rötet so gut nicht im Schnitt, lediglich die Frasspuren und Druckstellen sind zartgelblich. Huthaut gilbt zart beim Reiben, bräunt nicht.
Wenn es je ein Bilderbuchbeispiel für die Lamellenfarbe "graurosa" gab, dann hier.
Ist es möglich, aufgrund dieser Angaben A. silvicola und A. essettei zu differenzieren?
Oder kann das gar ein ganz anderer Kollege sein?
Mich bringt der Standort etwas durcheinander...
champignöse Grüße in den Abend
Kattugla
p.s.: A.augustus ist es nicht, den kenne ich und hab ihn zweihundert Meter weiter gefunden... ;)