SUBJECT>Neue Folge: Täubling der Woche #10 POSTER>Thüringer-Holz EMAIL>nicflex@gmx.de DATE>1189620541 IP_ADDRESS>193.16.163.244 PASSWORD>aaWEm4xGMGE7o PREVIOUS> NEXT> 125418 125422 125423 125426 125442 125451 125462 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

heute:

Russula aurea - Gold-Täubling

Nun geht der "Russula of the week" schon in seine zehnte Runde und die nächsten drei Folgen sind auch schon abgedreht.

Zum Jubiläum heute ein sehr freudiger schöner - ja einer der schönsten - Täublinge aus der Untersektion "Laetinae".

Der Goldtäubling (früher auch Russula aurata genannt) ist bei Vorhandensein
des zitronengelben Tones an Lamellen und Stiel leicht kenntlich.
Fehlt dieser teilweise oder ganz ist eine makroskopische Bestimmung meist unmöglich.
Eins vorweg diese f.axantha ist mir bisher nicht unter gekommen.

Hut: matt, freudig leuchtend rot oder rot-orange auch ziegelrot mit mehr oder minder gelb-orange Tönen auf tief ins Fleisch eindringenden goldgelben Untergrund.
Auch kann der Hut mal dunkel kastanienbraun ausfallen und dann wie ein Ledertäubling aussehen.

Lamellen: von Anfang an leuchtend gold- bis zitronengelb

Stiel: weiß, mit oder ohne chromgelben Überzug

Fleisch: unterhalb der Huthaut wie allgemein in Oberflächennähe zitronengelb

Huthaut nur feucht 1/2 abziehbar

Zu finden ist der Goldtäubling meistens einzeln in Eichen-Buchen-Hainbuchenwäldern, bevorzugt auf kalkhaltigen Böden.
Auch kann er unter Tanne und Fichte auftreten.

Geschmack: mild - aber wegen Rückläufigkeit zu schonen (RL 3)

Sporenpulver: gelb (IV) oder etwas heller (IIIc)

Sporen: mit gratig oder kamm-netzartig verbundenen Warzen

Mikroskopisch ist R.aurea fast einzigartig, sie besitzt eine völlig homogene Hutdeckschicht und weist weder Primordialhyphen noch Pileozystiden auf.

Bis zum nächsten mal

Euer Felix