SUBJECT>Re: Ein paar Fragen... POSTER>Gernot Friebes EMAIL>Gernot.Friebes@gmx.at DATE>1189843523 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>d91-128-188-51.cust.tele2.at PASSWORD>aaPBDgEtN9b5A PREVIOUS>125771 NEXT> IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Hallo Sascha,
: Ist es nicht Gesetz unter den Pilzsammlern die Pilze ab zu
: schneiden? Es gibt da ja verschiedene Meinungen. Was ist der allgemeine
: Rat?
Man kann im Grunde beides machen. Wenn man den Pilz rausdreht muss man beachten, dass man das daurch entstandene Loch mit Erde verschließt, da ansonsten das Myzel schutzlos der Witterung ausgesetzt ist. Ich persönlich schneide die Pilze immer (sofern ich sie kenne) knapp über dem Erdboden ab. Wenn man einen Pilz rausdreht, dann ist meistens eh so viel Dreck dran, dass man nach dem Putzen gleich viel hat, wie wenn man ihn abschneidet.
: Hier ein Pilzfund von vor zwei Wochen.
: Ein riesiger Maronenröhrling, schon zu alt, ist klar. Meine Frage: Wenn ich
: so ein Exemplar in verwendbarem Zustand finde, ist der dann genießbar?
: Oder sind so große Artgenossen nicht mehr schmackhaft??
Wenn er wirklich nicht zu alt oder weich ist, dann spricht nichts dagegen.
: Was ist dies für ein Pilz? Gesehen im Fichtenwald. Todholz = Fichtenstubben
Helmling (Mycena spec.)
: Das ist ein Amethystblauer Lacktrichterling, gelle. Stand so in meinem Buch.
: Hat jemand einen anderen Namen dafür? Hat den schonmal jemand gegessen?
: Stand übrigens in einem jungen Eichenwald.
Jep, das ist der Lila/Violette/Amethystblaue/Amethystfarbene Lacktrichterling (Laccaria amethystea). Kulinarisch ist er meiner Meinung nach nicht unbedingt zu empfehlen, höchstens als bunter Gag im Mischgericht oder Salat.
Schöne Grüße
Gernot