SUBJECT>Klein, haarig, banal, aber schön (Ascos) POSTER>Ingo Wagner EMAIL>Ingo-Wagner-Pilze@t-online.de DATE>1189936563 EMAILNOTICES>no IP_ADDRESS>pD9555A59.dip.t-dialin.net PASSWORD>aavW3SaZnV4Eo PREVIOUS> NEXT> 125932 125934 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Hallo zusammen!
Falls ihr auf dem Weg in den Wald oder bei einem Spaziergang mal an einem älteren Brennnesselbestand vorbeikommt und an etwas feucht liegenden, vorjährigen Halmen nachseht, dann entdeckt ihr wahrscheinlich ihn: Schwefelgelbes Haarbecherchen (Trichopeziza sulphurea)
Bild 1 stammt von der Basis eines toten, noch stehenden Stängels von Rumex (Ampfer).
Makroskopische Auffälligkeiten dieses häufigen Becherlings sind seine gelbgrünen Haare, welche im Gegensatz zu seiner Verwechslungsmöglichkeit, dem Gelben Haarbecherchen (Trichopeziza mollissima), oft differenzierter, wie radial gekämmt, angeordnet sind. Vorkommen: Sommer, Herbst an allerlei toten Pflanzenstängeln, besonders Urtica (Brennnessel).
Die beiden sind mikroskopisch leicht auseinanderzuhalten anhand der Sporengröße: Tr. mollissima um die 15 lang, sulphurea fast doppelt so groß und 3-4 mal septiert.
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Makroskopisch auffällig an Tr. mollissima: Randhaare irgendwie mehr wollig-verstrickt, älter oder schon mal eingetrocknet gewesen, werden die Haare der Außenseite (weniger die Randhaare) bräunlich. Vergehend blassen die Apothezien stark aus und sind dann wiederum mit der weißen Trichopeziza leucophaea verwechselbar, welche aber immer und von Anfang an weiße Haare ohne Gelb- oder Brauntöne hat.
Vorkommen: häufig an allerlei stabilen toten Pflanzenstängeln, besonders gerne Doldenblütler, Frühjahr, Sommer (dachte ich bisher, vorgestern ein Fund an Sonchus oleratius (Kohlgänsedistel), also auch später!)
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Erscheinung im Frühjahr an Dolden-, Brennnessel-, besonders gerne an Reynoutria japonica (Japanknöterich)- Stängeln. Zuweilen zusammen mit Tr. mollissima auf gleichem Substrat, aber immer deutlich abgegrenzt und nie vermischt.
Viele Grüße
Ingo W