SUBJECT>Neue Folge: Täubling der Woche #12 POSTER>Thüringer-Holz EMAIL>nicflex@gmx.de DATE>1190833819 IP_ADDRESS>193.16.163.243 PASSWORD>aaWEm4xGMGE7o PREVIOUS> NEXT> 127215 127317 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
heute:
Russula queletii – Stachelbeer-Täubling
Ich begrüße euch am heutigen Mittwoch zur kleinen informativen Russula-Wochenserie.
Passend zum eintretenden Herbst möchte ich euch heute diesen Vertreter aus der Untersektion
„Sardoninae“ vorstellen.
Der Stachelbeertäubling ist ein typischer und ortshäufiger Protagonist der Herbstmonate, der sich durch seinen violettpurpurnen Hut, rotpurpurnen Stiel und den Geruch nach Stachelbeerkompott auszeichnet.
Hut: tief dunkelpurpurn, weinbraun oder weinpurpurrot, oft auch schmutzig olivgrün
Rand zuletzt ausblassend, glatt, im Alter kurz und breit gerieft.
Oberhaut bis zu 2/3 abziehbar.
Lamellen: weiß, nur bleich, reif höchstens creme oder schwach fahl gelb, nie zitronengelb, auf Druck mehr oder weniger trüb anlaufend.
Stiel: lebhaft bläulich oder violett-purpurn, runzlig, oft abwärts etwas verdickt, meist voll und ziemlich fest, starr aber spröde, im Alter innen schwammig.
Fleisch: hell, weißlich, niemals gelb, selten mit meerbläulichem Schein,
unter der Huthaut purpurn
Geschmack: intensiv scharf brennend in allen Teilen
Vorkommen: Ende Juli bis Mitte November, ist an Kalkboden und Fichte gebunden.
Vereinzelt findet man Fruchtkörper unter Tanne und Lärche.
Auch wurde von Funden auf Silikatgestein und aus Hochmooren berichtet.
Abgrenzungsschwierigkeiten kann es gegenüber R.sardonia („Säufernase“) und R.torulosa (Gedrungener- oder Wolfs-Täubling) geben.
Achtet man u.a. auf die weißen (höchstens creme) Lamellen und den Standort unter Fichte kann man die beiden Anderen schon fast ausschließen.
R.sardonia hat zitronengelbes Fleisch und Lamellen & wächst im sauren Kiefernwald (netzige Sporen).
R.torulosa ist gedrungener, riecht nach Apfel und bevorzugt höhere Lagen mit kalkhaltigen Böden, ist streng an die Kiefer gebunden (ebenso netzige Sporen).
Sporenpulverfarbe: dunkelcreme (IId)
Sporen: kurz eiförmig, 8-10x7-9 ym, isoliert spitz warzig bis kurzstachelig
An dieser Stelle sag ich mal Danke an all diejenigen die mir ab und an ein Foto zur Verfügung stellen.
Bis zum nächsten mal
Euer Felix