SUBJECT>Alternativen zur Diagnose Schwefelritterling POSTER>Stephan Weißer EMAIL>das.krokodil@web.de DATE>1191626015 IP_ADDRESS>p3EE0CA47.dip.t-dialin.net PASSWORD>aaIi1Glzbu2XM PREVIOUS>128250 NEXT> 128308 128317 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>
Ich kann mir nicht recht vorstellen, dass jemand, der nach eigener Aussage den Schwefelritterling (und seine rotbraunhütige Form) kennt, den Geruch einfach so "überriecht". Daher gehe ich mal von der Hypothese aus, dass es kein Schwefelritterling ist.
Dann kommen noch zwei geruchlose Alternativen in Frage, die im Erkennungsschlüssel von Michael/Henning/Kreisel (MHK) direkt neben dem Schwefelritterling zu finden sind, unter der Merkmalskombination "gelblicher, gelbbräunlicher, olivbräunlicher Hut" i. Vb. mit "Lamellen gelb":
- Tricholoma equestre (Grünling), lt. MHK nach Mehl riechend (dazu möchte ich anmerken, dass die 2 Grünlingskollektionen, die mir bisher zu Gesicht kamen, allenfalls sehr schwach aber keineswegs auffallend rochen), bei dem die Hutoberfläche auch mal schuppig sein kann (ob allerdings so schuppig wie hier zu sehen...?)
- Tricholoma aestuans (heißt deutsch bei jedem Autor anders, bei MHK z. B. "Galliger Ritterling"), lt. MHK geruchlos und auch bei Kiefer wachsend angegeben, lt. Großpilze BW zumindest in Baden-Württemberg wohl super-selten. Während das Foto in DÄHNCKE so ziemlich nichts mit dem hier vorgestellten Fund zu tun hat, ist die Zeichnung im BON durchaus nicht unähnlich.
Falls noch Fruchtkörper übrig sind, könnte eventuell eine Kostprobe helfen. Tricholoma aestuans soll nach einigem Kauen pfefferartig scharf schmecken.
Freundliche Grüße
Stephan