SUBJECT>Neue Folge: Täubling der Woche #14 POSTER>Thüringer-Holz EMAIL>nicflex@gmx.de DATE>1192566975 IP_ADDRESS>193.16.163.244 PASSWORD>aaWEm4xGMGE7o PREVIOUS> NEXT> 129353 129358 129364 IMAGE> LINKNAME> LINKURL>

heute:

Russula sanguinea – Blutroter Täubling oder Bluttäubling

Back to Business heißt es nun wieder am Dienstagabend. Zurück aus dem Urlaub möchte ich euch heute
den dritten Vertreter aus der Untersektion „Sardoninae“ vorstellen.

Kennzeichnend für diesen scharfen Hellockersporer, sind der purpurblutrote stumpfe Farbton des Hutes und
das Vorkommen unter Kiefer.
Tatsächlich besteht die Variabilität dieses Täublings
nur aus dem Intensitätsgrad dieses typischen Rot-Tones und der Neigung diesem gänzlich zu verblassen.

Hut: leuchtend blut- bis tomatenrot, oft völlig entfärbend
(selten ins gelbliche fleckend), rau, etwas gemasert, dickfleischig, stumpfrandig nicht gerieft

Huthaut: selten glänzend, kaum oder nicht abziehbar

Lamellen: bleich, später strohgelb - meist gerade angewachsen oder etwas herablaufend

Stiel: meist blutrosa wie der Hut oder rot flaumig marmoriert, zur Basis hin mehr gelblich, manchmal spindelig verjüngt.
Auch habe ich nur schwach rot überhauchte oder gänzlich weiße Stiele beobachtet.

Fleisch: fest, weißlich, unter der Huthaut manchmal rötlich durchfärbend, im Alter ockerlich

Verwechslungen sind fast ausgeschlossen, da ähnliche Täublinge wie R.luteotacta oder R.persicina ausschließlich
im Laubwald vorkommen, außerdem sind dies Weiß- bzw. Cremesporer.

Geschmack: stechend scharf, aber nicht in allen Teilen gleich intensiv

fast geruchlos oder leicht obstartig

gänzlich weiße Fruchtkörper können neben normal gefärbten auftauchen

Vorkommen: vorwiegend in Nadelwäldern auf sauren und basischen Böden, meist unter Kiefern.
Auch habe ich sie vorige Woche im mageren Halbtrockenrasen gefunden.

Sporenpulverfarbe: blass ocker (IIIa)

Sporenornament: isoliert stumpf-stachelig

Bis zum nächsten mal

Euer Felix